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Chefsache in Paris: Neuer probt EM-Ernstfall

Fußball Chefsache in Paris: Neuer probt EM-Ernstfall

Weltmeister Neuer ist in den Planungen von Bundestrainer Löw für die EM 2016 die "unangefochtene Nummer 1" unter den Torhütern. Für die Positionen dahinter bahnt sich ein packendes Rennen Zwei aus Vier an.

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Manuel Neuer ist die unangefochtene Nummer 1 im DFB-Team.

Quelle: Andreas Gebert

Paris. Manuel Neuer hat das Spiel in Paris frühzeitig als Chefsache reklamiert. Für den Probelauf im Endspielstadion der Fußball-Europameisterschaft 2016 hinterlegte der Weltmeister-Torwart schon im Oktober seinen Einsatzwunsch beim Bundestrainer.

"In Paris habe ich noch nie gespielt", betonte der Nationaltorhüter. Das Testspiel am Freitagabend gegen den EM-Gastgeber könnte "Endspiel-Charakter" haben. Der 29-Jährige gab zu bedenken: Auf die Franzosen könnte man ja auch bei der EM-Endrunde wieder treffen, womöglich sogar im Finale am 10. Juli 2016 eben im Stade de France.

Joachim Löw wird die Bitte seiner "unangefochtenen Nummer 1" erfüllen. "Manuel spielt in Paris", bestätigte Torwartcoach Andreas Köpcke schon vor dem Flug des DFB-Teams von München in die französische Hauptstadt. Beim zweiten Test am kommenden Dienstag gegen die Niederlande wird der Vize-Kapitän dafür nicht mehr dabei sein.

Dann schlägt die Stunde für Lokalmatador Ron-Robert Zieler (Hannover 96) oder einen der beiden Länderspiel-Neulinge, Bernd Leno (Bayer Leverkusen) oder Kevin Trapp (Paris St. Germain). "Wir wünschen uns, dass Manuel Neuer auch möglichst oft in diesen Freundschaftsspielen spielt. Aber wir müssen auch den Jungs dahinter gerecht werden", erläuterte Köpke.

Neuer wird, wenn nichts Außergewöhnliches wie eine Verletzung dazwischen kommt, auch 2016 bei der Europameisterschaft wieder im deutschen Tor stehen. Das wissen auch die anderen Torhüter. "Manu ist unangefochten die Nummer 1", bestätigte der 23-jährige Leno, der auf sein Debüt gegen Holland hofft: "Der Kampf dahinter ist eröffnet."

Löw und Köpke schüren diesen Konkurrenzkampf, beobachten ihn aufmerksam. Zieler, Leno und Trapp sind bei den letzten Länderspielen des Jahres dabei. Champions-League-Sieger Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona pausiert diesmal wegen einer Zahn-Operation. Auch der Schalker Ralf Fährmann ist offiziell noch "im Blickfeld", wie Löw vor der Partie in Frankreich auf entsprechende Nachfrage versicherte: "Wir müssen jetzt keine Entscheidungen treffen, wer ist Nummer zwei oder drei. Das wird sich immer vor den Turnieren entscheiden."

Neuer steht außer Konkurrenz. Er hat allen anderen Kandidaten unglaublich viel voraus. Seine Bilanz im Nationaltrikot ist grandios. Von 62 Länderspielen bestritt er 48 siegreich. Nur sechsmal verließ Deutschland mit ihm im Tor den Platz als Verlierer. 25 Mal spielte er zu Null. Und im "Kicker" kündigte er kürzlich zudem an: "Ich habe nicht vor, nach der EM aufzuhören." Warum auch? Neuer ist dann 30, kein Alter für einen Torwart. Italiens Veteran Gianluigi Buffon strebt mit 37 Jahren mindestens noch die EM 2016 an.

Der 26-jährige Zieler (6 Länderspiele) kann als einziger Torwart aus dem Quartett mit ter Stegen (23), Leno (23) und Trapp (25) schon Turniererfahrung vorweisen. Er war bei der EM 2012 und der WM 2014 jeweils als dritter Torwart, erwies sich als dabei als Teamplayer.

"Es ist ein Konkurrenzkampf", sagte Köpke zum Ausscheidungskampf Zwei aus Vier unter den Schlussmännern hinter dem gesetzten Neuer. Der Bundestorwarttrainer will die vier Kandidaten im Training studieren, aber gemeinsam mit Löw auch beobachten, wie sich die Schlussmänner in die Gruppe einfügen, "um dann später die wichtige Entscheidung treffen zu können, mit welchen drei Torhütern wir zur EM gehen".

Die Leistung komme an erster Stelle, sagte Köpke zu den Kriterien. Aber das Torhüter-Trio müsse darüber hinaus harmonieren. "Wenn man bei einem Turnier acht Wochen zusammen ist, muss man sich auch einigermaßen verstehen", erklärte Köpke. Bange ist ihm bei der Torwartauswahl für die EM 2016 aber nicht: "Wir haben andere Situationen auch schön überstanden wie bei Oliver Kahn und Jens Lehmann. Das war auch nicht ganz einfach, hat aber funktioniert."

dpa

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