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Bundesliga legt los - Klare Rollen Bayern kontra Bremen

Fußball Bundesliga legt los - Klare Rollen Bayern kontra Bremen

Nicht nur der neue Bayern-Trainer Ancelotti hat richtig "Lust" auf die neue Bundesligasaison. Nach EM und Olympia im Sommerprogramm übernimmt wieder der Vereinsfußball das Zepter. Los geht's mit einem Nord-Süd-Duell - wie vor einem Jahr? Und auch wieder so torreich?

Beim Bundesliga-Auftakt scheint es nur darum zu gehen, wie hoch Bayern München gegen Werder Bremen gewinnt.

Quelle: Tobias Hase

München. Nach 104 Tagen rollt in der Fußball-Bundesliga wieder der Ball. Und die 54. Saison wird nach dem Sommerprogramm mit Europameisterschaft und Olympia gleich mit einem Klassiker eröffnet: Der deutsche Meister FC Bayern empfängt in München um 20.30 Uhr den SV Werder Bremen.

"Ich habe Lust, die Bundesliga zu beginnen", sagt der neue Bayern-Trainer Carlo Ancelotti vor seinem ersten Punktspiel in der natürlich mit 75 000 Zuschauern voll besetzten Allianz Arena. Ob Viktor Skripnik das auch so sieht? Der Bremer Coach steht schon mächtig unter Druck nach dem Pokal-Aus gegen den Drittligisten Lotte vor einer Woche. Skripnik wünscht sich ein "mutiges" Werder-Team.

AUSGANGSLAGE: Wie hoch geht's aus? Das scheint die einzige Frage. Die nach dem Sieger ist eigentlich vorab geklärt. "Ich bin kein Magier, ich kann das Resultat nicht voraussagen", sagte Ancelotti zu einem neuerlichen Torfest. Was er den Münchner Fans verspricht, ist ein gut vorbereitetes Meisterteam. "Wir wollen gut starten." 5:0, 6:0, 5:2, 6:1, 4:1 lauteten die Schützenfeste der Bayern gegen den einstigen Titelrivalen aus Bremen in den letzten Ligapartien in München. Einen Nord-Süd-Klassiker gab es übrigens auch zur Saisoneröffnung 2015: Da hauten Robert Lewandowski, Thomas Müller und Co. den Hamburger SV mit 5:0 weg. Werder-Profi Florian Grillitsch sagt: "Ein Eröffnungsspiel gegen den FC Bayern ist für jeden Ansporn, hundert Prozent zu geben."

PERSONAL: Mats Hummels wird nach seiner Rückkehr von Borussia Dortmund sein zweites Bundesligaspiel für den FC Bayern bestreiten. "Es wird schon eine kleine Nervosität da sein", gesteht der 27 Jahre alte Weltmeister, der als Junge bei den Bayern das Kicken lernte. Der andere prominente Neuzugang, der 19 Jahre alte Europameister Renato Sanches aus Portugal, der für 35 Millionen Euro von Benfica Lissabon zum Rekordmeister kam, kann nach einer Oberschenkelblessur zumindest auf der Bank Platz nehmen. Bei Werder fehlen die Topangreifer: Claudio Pizarro ist noch nicht wieder einsatzfähig. Neuzugang Max Kruse vom VfL Wolfsburg fällt nach einer Knie-Operation länger aus.

RAHMEN: Die 90 Minuten sollen beste Werbung für die Bundesliga in aller Welt sein. Die Begegnung wird nach DFL-Angaben in bis zu 210 Ländern gezeigt. In Deutschland senden die ARD und der Bezahlsender Sky live. Traditionell wird die Saison mit der Nationalhymne eröffnet. In diesem Jahr wird sie Tim Bendzko vortragen. Der 31 Jahre alte Sänger und Songwriter ist mit dem Lied "Nur noch kurz die Welt retten" populär geworden. Super Sommerwetter ist auch angesagt.

COACHING ZONE: Carlo Ancelotti wird am Spielfeldrand für einen Kontrast zu seinem Vorgänger Pep Guardiola sorgen. Im Anzug pflegt der 57 Jahre alte Italiener seinen Job am Spielfeldrand ebenfalls auszuüben. Aber nicht so hyperaktiv wie der Spanier. Er sei innerlich auch unruhig, "aber ich kann das kontrollieren", sagt Ancelotti. Und das aktive Coaching mache ohnehin kaum Sinn. "Deine Arbeit als Trainer musst du vor dem Spiel erledigen", meint der erfahrene Ancelotti. Scherzhaft fügt er hinzu: "Die Spieler hören dich auf dem Platz manchmal nicht - und manchmal wollen sie dich auch nicht hören."

SPANNUNG: Viermal nacheinander haben die Bayern den Meistertitel gewonnen. Statt Spannung im Meisterkampf herrschte Dominanz. Ändert sich das 2016/17? "Ich denke, wir können uns schon darauf freuen, dass wir eine emotionale Bundesligasaison haben werden", meint Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge. "Wir werden große Konkurrenz haben", prophezeit der 60-Jährige. Borussia Dortmund gilt wieder als erster Bayern-Jäger, aber aus dem weiteren Verfolgerfeld wird auch Bayer Leverkusen viel zugetraut. "Die letzte Saison zählt nicht mehr", sagte Nationaltorhüter Manuel Neuer. Am liebsten wollen die Bayern aber gegen Bremen gleich wieder richtig schön vorlegen.

dpa

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