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Berlin Volleys genießen europäische Sieg-Premiere

Volleyball Berlin Volleys genießen europäische Sieg-Premiere

Berlin ist Europacup-Sieger - im Volleyball. Kapitän Kromm und Co. haben in Sibirien souverän ein merkwürdiges Finale um den CEV-Pokal gewonnen - Premiere für ein deutsches Männerteam.

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Die Berliner gewannen beide Finalpartien gegen das russische Team.

Quelle: Jörg Carstensen

Berlin. Eine kleine Spontan-Party hatten sich Robert Kromm und seine Sieger-Kollegen der Berlin Volleys vor der Rückkehr aus Sibirien nicht nehmen lassen.

Schließlich schrieben die Berliner mit dem ersten Vereins-Triumph auf internationaler Bühne gegen die russischen Riesen von ZSK Gazprom-Ugra Surgut Europa-Geschichte: Erstmals gewann ein deutsches Männerteam den CEV-Pokal, die zweitwichtigste europäische Trophäe.

"Wir werden jetzt im europäischen Volleyball bestimmt ganz anders wahrgenommen", jubelte Manager Kaweh Niroomand, der wegen eines Infekts den 3:0-Rückspielsieg im Finale und damit den bisher größten Triumph seines Clubs vor Ort nicht miterleben konnte.

Über die merkwürdigen Umstände des überraschend klaren Triumphes in nur 76 Minuten wollten Spieler und Verantwortlichen keine großen Worte verlieren. Überraschend waren die Gastgeber anderes als beim 2:3 der Russen beim Hinspiel in Berlin ohne ihre Stars Konstantin Bakun, Aleksa Brdjovic und Nikolai Apalikow angetreten, was die Gerüchteküche kräftig schürte. "Das kam für uns überraschend, aber wir hatten den Fokus ohnehin nur auf unser Spiel gerichtet", erklärte Berlins italienischer Coach Roberto Serniotti zu den offiziell verletzten Top-Spielern des Kontrahenten.

Russlands Volleyball-Nationalspieler Alexander Markin von Dynamo Moskau war Meldonium-Doping nachgewiesen worden, dennoch spielte er die erfolgreichen Olympia-Qualifikation der "Sbornaja" zu Jahresbeginn in Berlin. Beim CEV-Cup-Finale hatte der europäische Verband CEV Doping-Kontrollen angekündigt. "Wir haben gewonnen, alles andere interessiert mich nicht", sagte Niroomand. "Russische Mannschaften verfügen ja gewöhnlich über mehr als nur zwölf hervorragende Spieler." Vor 3000 Fans im 3600 Kilometer entfernten Surgut - darunter genau zwei aus Berlin - aber waren die Gäste klar dominant.

Für die Ankunft ihrer Helden organisierte der Verein einen spontanen Empfang auf dem Flughafen Schönefeld. Eine größere Feierlichkeit war nicht geplant. "Erholung ist für unsere Spieler jetzt wichtiger als die Feierei", betonte Manager Niroomand. Denn nach den beiden schweren Spiele gegen Surgut innerhalb von fünf Tagen und der strapaziöse Reise nach Westsibirien geht es für den frisch gebackenen Europacupsieger und nationalen Cup-Gewinner schon am Mittwoch mit dem Playoff-Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft beim CV Mitteldeutschland weiter. Und das erstmalige Triple lockt.

dpa

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