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Beach-Queen Ludwig VI. denkt an Rio

Beach-Volleyball Beach-Queen Ludwig VI. denkt an Rio

Mit Titel Nummer sechs hat Laura Ludwig sogar die Olympiasieger Brink/Reckermann überflügelt. Nun möchte sie mit Partnerin Kira Walkenhorst nach Rio. Ihr Trainer kennt Olympia-Gold schon.

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Kira Walkenhorst (l) mit der Siegerfaust und Laura Ludwig mit dem Victory-Zeichen.

Quelle: Jens Büttner

Timmendorfer Strand. Nach dem umjubelten Rekord-Titel an der Ostsee gingen die Gedanken von Laura Ludwig sofort Richtung Copacabana. "Es ist greifbar, aber es ist noch ganz viel harte Arbeit", sagte Ausnahme-Beachvolleyballerin Laura Ludwig zum großen Ziel.

Als bestes deutsches Frauen-Team liegen Ludwig und ihre starke Partnerin Kira Walkenhorst, die nach einem Jahr der Qualen "den emotionalen" Titel in Timmendorfer Strand genoss, voll auf Qualifikations-Kurs für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro.

"Laura und Kira haben eine fantastische Saison gespielt. Es geht wohl nur noch um den zweiten Olympia-Platz hinter ihnen", bestätigte Tilo Backhaus, Trainer des Konkurrenz-Nationalteams Katrin Holtwick und Ilka Semmler. Den WM-Vierten aus Berlin blieb beim nationalen Championat in Timmendorfer Strand nur Rand drei. Die Hauptrolle beim 23. Kult-Turnier nahm eindeutig Beach-Queen Ludwig VI. ein. Mit jetzt sechs Meisterschafts-Triumphen hat die 29-jährige sogar die Olympiasieger Julius Brink und Jonas Reckermann (fünf) überflügelt.

"Das fühlt sich super an. Das wird jetzt vielleicht ein paar Jährchen so bleiben", bemerkte Ludwig mit einem Lächeln zum Rekord: "Ich hatte auch immer tolle Partnerinnen an meiner Seite." Mit Kira Walkenhorst war es nach 2013 Titel Nummer zwei. Vier Erfolge in Timmendorfer Strand hatte sie mit Sara Goller (jetzt Niedrig) gefeiert. "Letztes Jahr durfte ich nicht hier oben stehen", erinnerte Ludwig nochmals an das "schwierige Jahr 2014". Da war die 24 Jahre alte Walkenhorst an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt und musste Monate aussetzen.

"Wir mussten in vielen Bereichen bei Null anfangen. Das ist jetzt die Belohnung", sagte die gebürtige Berlinerin Walkenhorst zu Grand-Slam-Sieg in Japan, EM-Titel und Meisterschafts-Erfolg an der Ostsee. Als die Blockerin zu Beginn der aktuellen Saison auch noch am Knie operiert werden musste, begann sogar Ludwig zu grübeln. "Ich dachte, jetzt wird es aber wirklich knapp", sagte die Hamburgerin.

"Wir haben physisch hart und an kleinsten Details gearbeitet", verriet Abwehrspezialistin Ludwig den Grund für die Rückkehr zu alter Stärke und die nochmalige spielerische Steigerung. Im Finale um den Titel 2015 bezwang das Meister-Duo vor 7000 begeisterten Zuschauern die Außenseiterinnen Teresa Mersmann und Isabel Schneider (Leverkusen) mit 2:0 (21:21, 21:19).

Coach Jürgen Wagner bescheinigte seinen Schützlingen eine "extrem harte Arbeit im Training". Athletisch sind Ludwig und Walkenhorst noch stärker geworden, haben sogar noch einige Kilo Körpergewicht abgelegt. Ihr erfahrener Trainer weiß übrigens, wie man Olympiasieger formt. 2012 hatte Wagner Brink/Reckermann in London zum bisher größten Triumph des deutschen Beachvolleyballs geführt. Gibt es nun eine Wiederholung mit Ludwig/Walkenhorst in Rio? "Ich hätte nichts dagegen", sagte Wagner. Beach-Queen Ludwig VI. wohl auch nicht.

dpa

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