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Bayern nach 1:0-Sieg mit dünnem Polster nach Lissabon

Fußball Bayern nach 1:0-Sieg mit dünnem Polster nach Lissabon

Von wegen Freilos. Der FC Bayern hat im Viertelfinale der Champions League unerwartet viel Mühe mit Benfica Lissabon. Der 1:0-Heimsieg ist für das Rückspiel in Portugal kein sanftes Ruhekissen.

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Bayerns Trainer Pep Guardiola gestikuliert hektisch an der Seitenlinie.

Quelle: Andreas Gebert

München. Nach einem Blitzstart hat der FC Bayern auf dem Weg ins Halbfinale der Champions League einen beruhigenden Vorsprung gegen Benfica Lissabon verpasst.

Arturo Vidal sorgte am Dienstagabend im Viertelfinal-Hinspiel gegen Portugals Fußball-Meister schon in der zweiten Minute mit seinem ersten Münchner Königsklassentor für den glanzlosen 1:0 (1:0)-Erfolg des deutschen Rekordchampions. In einer Woche müssen die Bayern nun in der portugiesischen Hauptstadt eine Topleistung abrufen, um zum fünften Mal nacheinander in die Runde der letzten Vier einzuziehen. "Es muss auch mal ein 1:0 reichen. Wir fahren nach Lissabon und wissen, dass es eine enge Kiste ist", sagte Bayern-Torwart Manuel Neuer.

Im 150. Bayern-Pflichtspiel von Trainer Pep Guardiola erfüllten die Gastgeber immerhin ein zentrales Ziel - einen Sieg ohne Gegentor. Beim Rückspiel könnte den Münchnern zugutekommen, dass Benficas Torjäger Jonas wegen einer Gelb-Sperre zuschauen muss. Der Brasilianer ließ die Bayern-Fans unter den 70 000 Zuschauern in der zweiten Hälfte wiederholt um den knappen Sieg bangen, als er beste Chancen ungenutzt ließ. "Das ist nicht schlecht für uns", sagte der Münchner Verteidiger David Alaba.

Als Glückslos für die Bayern hatten viele Benfica gesehen. Dreimal waren die Portugiesen zuvor in München zu Gast, jeweils hatten sie deutlich verloren. Auch diesmal sah es früh nach einer Lektion für den Außenseiter aus. Die von Guardiola so gelobte Abwehr der Gäste war noch unsortiert, ließ Juan Bernat ganz in Ruhe flanken und Vidal unbedrängt zur Führung einköpfen. Es war das schnellste Pflichtspieltor der Bayern in dieser Saison.

Angeführt vom aufgedrehten Vidal hätten die Münchner in einer starken Anfangsphase ihre Führung ausbauen können, ließen es jedoch an Zielstrebigkeit vermissen. Thomas Müller hatte in dieser Phase die beste Chance, scheiterte aber mit einer Direktabnahme nach Flanke von Thiago an Benfica-Torwart Ederson (20.).

Danach hatte Lissabon den Schock des frühen Gegentors endgültig verarbeitet. Nun tauchte der portugiesische Rekordmeister häufiger vor dem Tor von Neuer auf, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte blockte Vidal gerade noch einen Schuss von Kapitän Nicolas Gaitan.

Den Bayern fehlten die Ideen in der Offensive. Zu oft versuchten es die Münchner über die linke Seite, auf der sich der zuletzt wiedererstarkte Franck Ribéry ein ums andere Mal vergeblich mühte. Zudem war zu spüren, dass Guardiolas Maßgabe, kein Gegentor zu kassieren, die Gastgeber bremste.

So warteten die Zuschauer auch nach der Pause vergeblich auf ein offensives Feuerwerk des Bundesliga-Spitzenreiters. Stattdessen hätte Jonas Gonçalves beinah ausgeglichen, brachte den Ball aber nicht am kühl reagierenden Neuer vorbei (57.). Im Ärger darüber holte sich der Brasilianer, derzeit mit 30 Pflichtspiel-Treffern Europas bester Torjäger, Gelb für ein Foul ab und fehlt im Rückspiel.

Angesichts der zunehmend mutigeren Gäste rückte nun Javi Martinez für Joshua Kimmich in die Abwehr, der Spanier kam so zu seinem 100. Pflichtspiel-Einsatz für die Bayern. Prompt rettete er bei der nächsten dicken Chance von Jonas Gonçalves kurz vor der Linie (64.).

In der Schlussphase drängten die Münchner noch einmal engagierter auf den zweiten Treffer. Die eingewechselten Mario Götze und Kingsley Coman sollten Schwung bringen. Doch Ribéry und Robert Lewandowski vergaben eine bessere Ausgangslage. So fiel der elfte Bayern-Heimsieg in der Champions League in Serie unerwartet knapp aus.

dpa

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