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Bayer beendet Negativserie: 1:0-Sieg dank HSV-Eigentor

Fußball Bayer beendet Negativserie: 1:0-Sieg dank HSV-Eigentor

Ein Eigentor des HSV, dazu starke Paraden von Torhüter Bernd Leno lassen Bayer Leverkusen wieder jubeln. Nach zuletzt vier Spielen ohne Sieg sichert sich die Werkself drei glückliche Punkte.

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Die Spieler des HSV waren nach der unglücklichen Niederlage enttäuscht.

Quelle: Guido Kirchner

Leverkusen. Roger Schmidt bedankte sich nach dem Schlusspfiff bei jedem seiner Spieler und war sichtlich erleichtert. Ein besseres Geschenk zum 49. Geburtstag hätten dem zuletzt in die Kritik geratenen Trainer die Akteure von Bayer Leverkusen nicht machen können.

Mit dem 1:0 (1:0) gegen den Hamburger SV feierte die Werkself den ersten Erfolg in der Fußball-Bundesliga nach zuvor vier Partien ohne Sieg, wenngleich der Erfolg äußerst glücklich ausfiel.

Insbesondere Torhüter Bernd Leno bewahrte Bayer mit vielen Paraden vor einem weiteren Rückschlag. "Den Druck haben alle gespürt. Umso wichtiger war es, dass wir drei Punkte geholt haben. Jetzt haben wir den Anschluss wieder hergestellt", sagte Matchwinner Leno und Kollege Julian Brandt fügte hinzu: "Bernd Leno hat uns heute den Arsch gerettet."

Vor 30 210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena bedurfte es auch eines Eigentores von HSV-Profi Albin Ekdal in der 18. Minute, um Bayer zurück in die Erfolgsspur zu bringen. Dabei beendet Bayer die Partie in Unterzahl. In der Nachspielzeit sah der Leverkusener Tin Jedvaj wegen Schiedsrichter-Beleidigung die Gelb-Rote Karte.

Für die Hanseaten war es die 400. Auswärtsniederlage in der Bundesliga. "Wir haben viele Chancen leichtfertig vergeben. Das hat ein bisschen mit Glück zu tun, aber auch Nervosität. Wir hätten einen großen Schritt machen können", haderte Aaron Hunt.

Der Erfolg stärkt bei dem um einen Rang nach oben gekletterten Tabellensiebten aus Leverkusen nicht nur die Zuversicht auf das Erreichen eines Europacupplatzes. Ebenso gibt er Auftrieb, nach dem 0:2 in der Europa League beim FC Villarreal doch noch im Rückspiel am Donnerstag ein Wunder und den Viertelfinaleinzug zu schaffen.

Der HSV mit seinem Coach Bruno Labbadia - er trainierte 2008/2009 in Leverkusen - vergab die Chance, den Abstand von sieben Punkten auf den Relegationsplatz zu vergrößern und endlich wieder bei Bayer zu gewinnen: Seit nun sieben Jahren gab es keinen Sieg mehr am Rhein.

Bayer-Trainer Schmidt durfte nach dem Ende der Drei-Spiele-Sperre, mit der er wegen des von ihm ausgelösten Eklats gegen Dortmund bestraft wurde, wieder in die Coaching-Zone zurückkehren. Trotz vieler Verletzter - zuletzt kamen noch Weltmeister Christoph Kramer und Sebastian Boenisch hinzu - legten die Werksprofis mit großem Elan, Tempo und Spielfreude los.

Schon nach 41 Sekunden sorgte Javier "Chicharito" Hernández mit einen knapp über das Tor gehenden Kopfball für erste Gefahr. Allerdings hätten auch die Gäste schnell in Führung gehen können, wenn Bayer-Keeper Leno nicht einen Schuss aus kurzer Distanz von Artjoms Rudnevs großartig abgewehrt hätte.

Danach gab es weitere hochkarätige Chancen auf beiden Seiten, bei denen sich auch wie bei einem Kopfball von 04-Abwehrchef Ömer Toprak (10.) HSV-Torwart René Adler auszeichnen konnte. Keine Chance hatte der Ex-Leverkusener jedoch, als sein Mitspieler Ekdal einen Schuss von Julian Brandt unhaltbar zum 0:1 abfälschte. Bayer wäre beinahe mit 2:0 in die Halbzeitpause gegangen, doch ein Kopfball von Chicharito (44.) prallte nur an die Latte.

Der HSV investierte viel, um den Rückstand aufzuholen, nutzte aber seine Möglichkeiten nicht. Dreimal war es Rudnevs (52./71./75.), der mit einem Schuss aus 16 Metern, einem Heber und einem Volleyschuss an dem überragenden Leno scheiterte. Auch die Leverkusener versuchten vergeblich, das Ergebnis noch zu verbessern. Der junge Marlon Frey (52.) donnerte den Ball von der Strafraumgrenze knapp über das HSV-Gehäuse, der eingewechselte Stefan Kießling (75.) scheiterte an Ex-Kollege Adler.

dpa

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