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BVB will Bayern ins Wanken bringen - Pep will "Spektakel"

Fußball BVB will Bayern ins Wanken bringen - Pep will "Spektakel"

In den vergangenen Jahren herrschte angesichts der Bayern-Dominanz Langeweile im Titelkampf. Doch in dieser Saison könnte es noch einmal spannend werden. Vorausgesetzt der Höhenflug des BVB hält auch im Gipfel gegen die Münchner an.

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Münchens Trainer Pep Guardiola (l) und Dortmunds Trainer Thomas Tuchel geben sich die Hand.

Quelle: Andreas Gebert

Dortmund/München. "Gipfeltreffen", "Showdown", "Clásico" - vor dem Duell zwischen dem BVB und dem FC Bayern sind die Schlagzeilen vergangener Tage zurück. Erstmals seit vierjähriger Dominanz der Münchner begegnen sich die Branchenführer am Samstag (18.30 Uhr) wieder fast auf Augenhöhe.

Zwar führt der Rekordmeister die Tabelle nach dem überraschenden 1:2 gegen Mainz noch mit fünf Punkten Vorsprung an, könnte aber bei einer weiteren Niederlage mächtig ins Wanken geraten. Die jüngste Erfolgsbilanz des Gegners nötigt Bayern-Coach Pep Guardiola Respekt ab: "Das ist eine der besten Mannschaften in Europa und der beste Bundesliga-Konkurrent aller Zeiten. Ich hoffe, wir können ein gutes Spektakel zeigen."

Seit dem Double der Borussia im Jahr 2012 lag der FC Bayern vor den Saison-Rückspielen gegen den Revierclub stets mindestens 20 Zähler vorn. Doch zum Leidwesen von Guardiola entpuppt sich der BVB unter der Regie seines geschätzten Kollegen Thomas Tuchel ("Ein top, top, top, top Trainer") als hartnäckiger Verfolger. Nicht zuletzt deshalb glaubt der Fußball-Lehrer selbst im Erfolgsfall nicht an eine Vorentscheidung: "Mit acht Punkten ist es bei diesem BVB nicht vorbei. Das ist ein sehr wichtiges Spiel, aber wir haben noch andere Optionen, unseren Titel zu verteidigen."

Ähnlich wie Guardiola wirkte auch Karl-Heinz Rummenigge vor dem in 208 Länder übertragenen Gipfel nicht unbedingt locker. "Ich hoffe, dass wir ungerupft vom Platz gehen. Wenn wir mit acht Punkten Vorsprung nach Dortmund gefahren wären, wären wir etwas entspannter gewesen", bekannte der Münchner Vorstandschef, "das wird jetzt ein Spiel, das wir sicherlich nicht verlieren dürfen."

In einem psychologischen Vorteil sieht BVB-Coach Tuchel sein Team trotz der jüngsten Bayern-Schlappe jedoch nicht: "Es wäre nicht das erste Mal, dass sie in einer solchen Situation ihre beste Leistung zeigen. Wir werden Momente haben, in denen wir leiden. Aber in diesen Phasen dürfen wir nicht den Glauben verlieren." Allerdings habe der am Mittwoch geringer gewordene Abstand zu den Bayern "die Grundstimmung verändert". "Diese besondere Energie werden wir im Signal-Iduna-Park zu spüren bekommen", kündigte Tuchel an.

Kaum vorstellbar, dass es den Bayern im mit 81 359 Zuschauern ausverkauften Dortmunder Fußball-Tempel ähnlich leicht fällt wie beim 5:1-Kantersieg im Hinspiel Anfang Oktober. Schließlich haben sich die Borussen vor allem in der Defensive deutlich verbessert und in der Rückrunde erst zwei Gegentore kassiert. Nicht zuletzt deshalb ist Tuchel guter Dinge: "Wir werden alles dran setzen, den Bayern eine schwere Zeit zu bereiten. Aber das Hinspiel zeigt, dass es besser ist, die Füße auf den Boden zu behalten."

Die fast makellose Liga-Bilanz seit der Winterpause mit sechs Siegen und einem Remis macht auch Mats Hummels Mut. "Die Bayern wissen, dass sie an ihre Leistungsgrenze gehen müssen", tönte der BVB-Kapitän via "Bild", "das wird ein geiles Spiel."

Das Duell der beiden momentan besten Bundesliga-Schützen Robert Lewandowski (23 Treffer) und Pierre-Emerick Aubameyang (22) erhöht die Brisanz der Partie zusätzlich. Die beiden Ausnahmekönner lieferten sich zuletzt ein bemerkenswertes Wettschießen und bringen es zusammen auf 45 Tore. Das gab es zuletzt vor 42 Jahren, als Gerd Müller und Jupp Heynckes zu diesem Zeitpunkt in der Summe ebenfalls 45 Treffer geglückt waren.

Fragen zum Thema lassen Lewandowski jedoch kalt: "Ich konzentriere mich mehr auf die Mannschaft. Es gibt noch viele Spiele bis zum Ende der Saison. Das ist wichtiger, als wie viele Tore Pierre und ich haben."

Neben den beiden Angreifern dürfte Mario Götze im Rampenlicht stehen. Viermal nacheinander schmorte der nach langer Verletzung genesene ehemalige Dortmunder zuletzt auf der Bayern-Bank und dürfte auch am Samstag nicht zur Startelf zählen. "Wir haben sieben Stürmer, und mit fünf Stürmern spielen ist manchmal kompliziert", kommentierte Guardiola vielsagend. Seinen vorerst letzten Bundesliga-Treffer hat Weltmeister Götze vor fünf Monaten erzielt - ausgerechnet gegen den BVB.

dpa

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