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Augsburg sucht Ausweg aus der Krise

Fußball Augsburg sucht Ausweg aus der Krise

Zwei Saisonsiege in zehn Pflichtspielen - beim FC Augsburg geht zurzeit nichts voran. Nach dem bitteren 1:3 im ersten Europa-League-Heimspiel der Clubgeschichte soll jetzt in Leverkusen Besserung her. Gelingt das nicht, wird die Lage noch kritischer.

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Augsburgs Jan-Ingwer Callsen-Bracker (r) boxt vor dem Belgrader Andrija Zirkovic den Ball weg.

Quelle: Stefan Puchner

Augsburg. Neue Floskeln und Beschwichtigungsversuche - beim schwer kriselnden FC Augsburg werden die Sorgen nach der nächsten bitteren Heimniederlage immer größer.

"Wir müssen nach vorne blicken, positiv bleiben und jetzt in Leverkusen den Bock umstoßen!", kommentierte Verteidiger Jan-Ingwer Callsen-Bracker das schwer zu ertragende 1:3 in der Europa League gegen Partizan Belgrad. Wie schon beim 1:3 in der Bundesliga gegen Hoffenheim kostete dem FCA die Kombination aus eklatanten Defensivschwächen und einer schlechten Chancenverwertung drei Punkte. Auch nach zehn Pflichtspielen müssen die Schwaben auf den dritten Saisonsieg warten. "Uns geht's momentan nicht gut, das steht außer Frage", befand Trainer Markus Weinzierl.

Warum jetzt am Sonntag (17.30 Uhr) ausgerechnet beim offensivstarken Champions-League-Starter Bayer Leverkusen alles besser laufen soll, kann keiner der FCA-Verantwortlichen so genau benennen. "Es geht im Fußball nicht um Leistung und ein gutes Spiel, sondern es geht um Punkte, und die Punkte hängen von den Toren ab", klagte Weinzierl. Eine klare Torschuss-Überlegenheit reichte weder bei 1899 Hoffenheim (26:11) am Samstag noch gegen Belgrad (14:5) am Donnerstag zu einem Punkt. "Da wirst du wahnsinnig", resümierte Manager Stefan Reuter.

In der Europa League ist die Ausgangsposition angesichts von zwei Niederlagen aus zwei Spielen also denkbar schlecht, im Liga-Alltag sieht's kaum rosiger aus. Als Tabellen-16. steht der FC Augsburg hinten drin und trifft nun in Leverkusen und Borussia Dortmund (25. Oktober) auf schwere Gegner. Immerhin beuge die enge Taktung der vielen Spiele Selbstzweifeln vor, urteilte Augsburgs Mittelfeldstratege Daniel Baier: "Es bleibt gar keine Zeit, großartig darüber nachzudenken. Von der Seite ist es also gut." Callsen-Bracker forderte: "Die Köpfe dürfen nicht hängen, jetzt ist schon wieder das nächste wichtige Spiel. Deshalb Brust raus und Attacke!"

Fehlende Kampfbereitschaft konnte man seinen Mitspielern auch gegen Belgrad nicht vorwerfen. Dass nur ein Tor von Raul Bobadilla (57. Minute) heraussprang, die Gäste aus Belgrad dagegen den Doppelpack von Andrija Zivkovic (31./62.) und das Eigentor von Dong-Won Ji (54.) bejubeln konnten, liegt aber natürlich nicht nur am Pech. "Das ist auch eine Qualitätsfrage", gab Weinzierl zu und verwies dabei auf U20-Weltmeister Zivkovic, den Matchwinner. Auf der Gegenseite hätte allein Bobadilla locker drei, vier weitere Treffer erzielen können, teils vergab er wenige Meter vor der Torlinie.

"Es läuft nicht bei unserer Mannschaft. Wir müssen effektiver werden und uns belohnen für den Aufwand", erkannte Weinzierl. Der von Borussia Mönchengladbach umworbene 40-Jährige versprach den enttäuschten Fans: "Wir werden alles daran setzen, so schnell wie möglich ein Erfolgserlebnis herbeizuführen!" Voll waren die Ränge beim ersten Europa-League-Heimspiel der Augsburger Clubgeschichte allerdings nicht. Nur 22 948 statt der möglichen 25 000 Zuschauer kamen ins Stadion. "Das muss jeder selber wissen. Vielleicht ist er mit unserer Leistung nicht zufrieden, vielleicht ist Donnerstagabend Kinotag und er hat Besseres zu tun", scherzte Baier.

dpa

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