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Abwehrschwäche beim EM-Gastgeber: "Schmerzhafter Befund"

Fußball Abwehrschwäche beim EM-Gastgeber: "Schmerzhafter Befund"

Sechs Gegentore in den bisherigen drei Spielen. Frankreichs Abwehr bereitet zum EM-Countdown weiter Sorgen. Trainer Deschamps bleibt gelassen. Ein Tor mehr als der Gegner ist die Devise.

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Die Mannschaft von Didier Deschamps gewann ihren Test gegen Kamerun 3:2.

Quelle: Sebastien Nogier

Nantes. Frankreichs neuformierte Defensive ist noch nicht in EM-Form. Trainer Didier Deschamps macht sich im Gegensatz zu Fans und Ex-Profis vor Beginn des Turniers im eigenen Land aber keine Sorgen.

"Um ein Turnier zu gewinnen, ist die Defensive wichtig, aber essenziell ist es, ein Tor mehr zu erzielen als der Gegner", betonte Deschamps nach dem 3:2 der Franzosen gegen Kamerun.

Beruhigen konnte seine Mannschaft beim vorletzten Auftritt vor dem Eröffnungsspiel am Freitag kommender Woche die Fans nicht. In einer Online-Umfrage des Magazins "France Football" sagten bis Dienstagmittag von 1430 Teilnehmern 89 Prozent, der Sieg gegen Kamerun habe sie nicht überzeugt. Die Zeitung "Le Monde" schrieb über den ewigen Schwachpunkt von Les Bleus: "Zehn Tage vor der EM 2016 drängt sich ein schmerzhafter Befund auf: Die französische Mannschaft krankt in der Abwehr."

Zweimal glichen die Kameruner am Montagabend in Nantes eine Führung des EM-Gastgebers aus. Beim 2:2 in der 88. Minute war Eric Maxim Choupo-Moting vom FC Schalke 04 erfolgreich gewesen. Für den Sieg der Équipe tricolore sorgte Dimitri Payet mit einem sehenswerten Freistoßtreffer in der Nachspielzeit.

"Es ist gut, gewonnen zu haben, auch wenn noch nicht alles perfekt war", kommentierte Payet den Auftritt des Mitfavoriten am Montagabend in Nantes. Blaise Matuidi und Olivier Giroud hatten die Treffer für Frankreich zuvor erzielt.

"Das war das erste Spiel seit langen, in dem Adil Rami und Laurent Koscielny zusammengespielt haben. Dass da Fehler passieren, ist logisch", meinte Deschamps. Adil vom Europa-League-Seriensieger FC Sevilla wurde erst vor einigen Tagen in den 23-Mann-Kader berufen.

Er ist der Ersatz für Raphaël Varane von Champions-League-Sieger Real Madrid. Varane kann wegen einer Oberschenkelverletzung nicht bei der EM spielen. Zudem sagte am vergangenen Samstag in Jérémy Mathieu vom FC Barcelona ein weiterer Innenverteidiger ab. Für den Profi vom spanischen Meister FC Barcelona benannte Deschamps Samuel Umtiti von Olympique Lyon. 

"Um die Defensive muss man sich wirklich Sorgen machen", wurde Ex-Nationalspieler und Bundesliga-Profi Johan Micoud von "France Football" zitiert. Denn auch wenn die Franzosen ihre bisherigen Testspiele im EM-Jahr gewannen: In allen drei Partien kassierte die Mannschaft zwei Gegentore (3:2 gegen die Niederlande, 4:2 gegen Russland, 3:2 gegen Kamerun).

An diesem Samstag hat Deschamps ein letztes Mal die Möglichkeit, seine Mannschaft zu testen und seine Abwehr zu festigen, Gegner ist Schottland. Am 10. Juni im Stade de France von Saint-Denis bestreiten die Franzosen gegen Rumänien das Eröffnungsspiel. Fünf Tage später heißt der Gegner in Marseille Albanien, das letzte Gruppenspiel der Franzosen findet am 19. Juni in Lille gegen die Schweiz statt.

dpa

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