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Zwölf Minuten „ohne Stimme“: Dynamo-Fans wollen gegen Aalen gegen DFL-Papier protestieren

Zwölf Minuten „ohne Stimme“: Dynamo-Fans wollen gegen Aalen gegen DFL-Papier protestieren

Wenn die Spieler der SG Dynamo Dresden am Abend gegen den VfR Aalen um Punkte spielen, müssen sie für eine knappe Viertelstunde auf die Unterstützung durch die Fans im K-Block verzichten.

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Fans von Dynamo Dresden wollen am Dienstagabend für einige Minuten schweigen.

Quelle: dpa

Denn dort findet zu Spielbeginn eine besondere Protestaktion statt. Unter dem Motto „Ohne Stimme keine Stimmung“ wollen die Fans bundesweit mit 12:12 Minuten Schweigen gegen das DFL-Papier „Sicheres Stadionerlebnis“ Stellung beziehen.

Denn am 12. Dezember will der Ligaverband DFL auf einer Vollversammlung über das Papier beraten und entscheiden. Die Fans kritisieren vor allem, dass Pyrotechnik verboten bleibt und dass die DFL trotz heftiger Proteste an der Option festhält, an Stadioneingängen Ganzkörperkontrollen durchzuführen. Die Ganzkörperkontrollen, die es zuletzt beim Spiel zwischen Bayern München und Eintracht Frankfurt gab, die aber auch die Dynamo-Fans bereits 2005 in Saarbrücken erleben mussten, werden auch von Dynamo Dresden abgelehnt.

Wie der Verein in einer Stellungnahme mitteilte, will der Club die „pauschal angedrohten, beschlossenen oder verhängten Strafmaßnahmen wie Nacktkörperkontrollen, Reduzierung oder Abschaffung von Stehplätzen in Stadien sowie das Verbot von Fan-Utensilien rundweg ablehnen“. Anderen Punkten stehen die Dresdner ebenso kritisch gegenüber. Auch andere Vereine kritisieren Teile des Konzepts, der FC St. Pauli lehnt es sogar komplett ab. Einzelne Punkte des Konzeptes hingegen werden in Dresden begrüßt: So soll nach den DFL-Plänen der Gastverein bei Sicherheitsbesprechungen vor kritischen Spielen stärker eingebunden werden – eine Forderung, die Dynamo bereits seit Jahren vertritt.

Zahlreiche Fans hingegen lehnen das Papier komplett ab. In eine Internet-Liste gegen die Pläne des Verbandes haben sich bereits mehr als 50.000 Fans aus ganz Deutschland eingetragen. In Dresden soll es neben dem zwölfminütigen Stimmungsboykott auch eine Postkartenaktion geben. Auf denen sollen die Anhänger ihre Meinung zu Papier bringen und an DFB sowie DFL schicken.

sl

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