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Zwischen Velorace und Tour de France: Olaf Ludwig stimmt sich auf das Dresdner Rennen ein

Zwischen Velorace und Tour de France: Olaf Ludwig stimmt sich auf das Dresdner Rennen ein

Mai 1988: Die zehnte Etappe bei der Friedensfahrt steht auf dem Programm - 190 Kilometer vom polnischen Liegnitz nach Dresden. Nach 4:48 Stunden rollte in der damaligen Bezirkshauptstadt Olaf Ludwig als Erster ins Ziel.

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In Dresden wählte Olaf Ludwig gestern seine Velorace-Mitfahrer aus.

Quelle: Stefan Schramm

Gestern kehrte er an den Ort dieses Erfolgs zurück, um die Fans auf das Škoda-Velorace Dresden einzustimmen, das am 9. August seine dritte Auflage erlebt.

Im Fokus des gestrigen Pressegesprächs stand jedoch auch eine ganz andere Auflage: die 102. der Tour de France, die derzeit läuft. Und bei der deutsche Fahrer zur Freude von Olaf Ludwig eine gute Rolle spielen. Tony Martin als Träger des Gelben Trikots, André Greipel als bereits zweifacher Etappensieger und der wie Ludwig in Gera geborene John Degenkolb als Sprintspitze des deutschen Teams Giant-Alpecin - allesamt starke Fahrer aus der Bundesrepublik. Olaf Ludwig jedoch überrascht das nicht: "Diese Fahrer sind schon länger erfolgreich, doch wird man jetzt erst so richtig auf die Renaissance des deutschen Radsports aufmerksam", sagt der Experte.

Ludwig zeigt sich als einstiger Sprinter von André Greipels Dominanz beeindruckt. Er traut ihm weitere Etappensiege zu: "Da ist noch nicht das letzte Wort von ihm gesprochen." Und der derzeitige Gesamtführende Tony Martin? "Ein sympathischer Fahrer mit viel Sturzpech. Sein Ziel war das Gelbe Trikot und das hat er nun erreicht", freut sich Ludwig. Zu Beginn der Tour habe Martin immer ein Quentchen gefehlt. "Doch in ein paar Jahren wird er sagen: Auf die Weise das Gelbe Trikot zu erlangen, ist auch etwas großes", ist Ludwig überzeugt.

Die anstehenden Pyrenäenetappen könnten eine erste Vorentscheidung bringen, glaubt der Olympiasieger von 1988. Die "großen Vier" Nairo Quintana, Vincenzo Nibali, Alberto Contador und Chris Froome seien für ihn die Favoriten. "Froome macht einen sehr souveränen Eindruck. In den Bergen gelten aber andere Regeln. Die Tour bleibt bis zuletzt spannend", so Ludwigs Prognose.

Als Profi hatte er selbst übrigens drei Etappen der Tour de France gewonnen. Durch seinen ersten Sieg - bei der achten Etappe 1990 von Épinal nach Besançon - ist er der einzige DDR-Fahrer, dem dies gelang. "Das war natürlich etwas Besonderes. Es lief für mich sehr gut damals, meine Form hat gestimmt", erinnert sich Ludwig, der am Tour-Ende als bester Sprinter das Grüne Trikot trug.

Heute bäckt Olaf Ludwig kleinere Brötchen, kann vom Radsport aber nicht lassen. Fürs Velorace Dresden wählte er gestern aus 30 Bewerbern drei Mitstreiter aus, mit denen er beim Jedermann-Rennen am 9. August auf der 63-Kilometer-Distanz an den Start geht - darunter ist der Hobbyradler Peter Dargel aus Ullersdorf. Ludwig blickt voraus: "Wir sind auf jeden Fall gut gerüstet. Es geht ja nicht darum, dass wir die schnellsten sind, sondern darum, Spaß zu haben."

Stefan Schramm

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