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Zweiter Sieg: DSC hat eine Hand an der Meisterschale

Zweiter Sieg: DSC hat eine Hand an der Meisterschale

Alexander Waibl hielt vor der zweiten Finalpartie bei den Roten Raben Vilsbiburg den Ball gewohnt flach und meinte: "Wir müssen sehen, dass wir uns keine große Platte machen.

Vilsbiburg/Dresden.

" Dennoch sah er auch das Feuer in den Augen seiner Schützlinge lodern. Und dieser unglaubliche Wille, diese Leidenschaft war am Ende wohl der ausschlaggebende Faktor für die nächste Sensation. Nachdem bereits der klare 3:0-Sieg im ersten Playoff-Finalspiel in eigener Halle viele überraschte, legten die Dresdnerinnen gestern nochmal nach. In einer hart umkämpften, spielerisch sicher nicht hochwertigen Partie zwangen die DSC-Damen die Raben mit 3:2 (25:18, 23:25, 22:25, 25:18, 15:9) in die Knie und führen damit in der Serie "Best of five" jetzt mit 2:0. Der dritte Meistertitel winkt.

Aber nicht nur Alexander Waibl trat unmittelbar nach der Partie auf die Euphoriebremse, auch Geburtstagskind Katharina Schwabe, die gestern 21 wurde, betonte sofort: "Es ist noch nichts entschieden." Dennoch war die Angreiferin, die stark erkältet ins Spiel ging, total glücklich: "Ich freue mich unheimlich, dass wir nach dem 1:2-Satzrückstand wieder zurückgekommen sind. Dieser Sieg war mein schönstes Geburtstagsgeschenk."

Die 1578 Zuschauer in Vilsbiburg erlebten im ersten Satz einen erneut hochmotiviert, konzentriert und taktisch diszipliniert zu Werke gehenden Gast. Die DSC-Damen knüpften nahtlos an die Leistung vom vergangenen Sonnabend an, bereiteten den Raben mit ihren druckvollen Aufschlägen eklatante Annahmeprobleme. Dazu konnte Zuspielerin Mareen Apitz aus eigener stabiler Annahme ihre Mitspielerinnen variabel einsetzen, auch die Blockabwehr stand sicher.

Im zweiten Durchgang führten die Elbestädterinnen ebenfalls schon mit 13:10, doch mit einigen unglücklichen Aktionen und einigen leichten Fehlern machten sie sich das Leben nun etwas schwerer. Vilsbiburg stabilisierte sich in der Annahme und es entwickelte sich ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. Einen 17:20-Rückstand konnten die DSC-Schmetterlinge jedoch wieder egalisieren, doch in der engen Schlussphase hatten die Raben das bessere Ende für sich.

Fast identisch verlief auch Satz Nummer drei. Nach einer 8:5-Führung schlichen sich beim DSC leichte Unkonzentriertheiten ein und die Gastgeberinnen um die erfahrene Kubanerin Liana Mesa Luaces ließen sich die Chancen nicht entgehen. Die 2:1-Satzführung der Niederbayern warf die Dresdnerinnen aber nicht um.

Im vierten Durchgang bewiesen sie Moral und Willensstärke. Bis zum 10:10 blieb das Geschehen ausgeglichen, dann konnte sich der DSC auf 16:11 absetzen. Eine Aufschlagserie von Stefanie Karg und eine sehr gut funktionierende Blockarbeit sorgte endgültig für klare Verhältnisse.

In den Tiebreak starteten die DSC-Damen wie die Feuerwehr. Gleich beim ersten Ballwechsel stoppte Karg den gegnerischen Hinterfeldangriff von Mesa und nach einer erneut starken Aufgabe von Apitz war auch für Michelle Bartsch kein Durchkommen gegen den Dresdner "Monsterblock". Erst nach der komfortablen 6:0-Führung gab Apitz die Aufgabe wieder ab. Als die Gäste dann mit 10:3 führten, war die Vorentscheidung gefallen. Nach 119 Minuten versenkte Kristina Mikhailenko dann gleich den ersten Matchball im Raben-Feld.

Die mitgereisten DSC-Fans feierten und die Dresdner Spielerinnen vollführten einen kleinen Freudentanz. Dagegen verließen die Vilsbiburgerinnen konsterniert und geknickt das Feld. "Wir wissen, dass es in Dresden für uns jetzt ganz schwer wird. Aber wir werden dennoch alles versuchen", sagte Raben-Coach Jonas Kronseder. "Es war diesmal ein Auf und Ab bei uns, aber ich ziehe den Hut, wie die Mädels das gemeistert haben", so sein Kollege Waibl.

Zur MVP wurde Stefanie Karg gewählt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.04.2014

Astrid Hofmann

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