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Zweieinhalbfacher Rückwärtssalto - mit einem Lächeln: Luise Zscheile war bei Akrobatik-WM in Florida dabei

Zweieinhalbfacher Rückwärtssalto - mit einem Lächeln: Luise Zscheile war bei Akrobatik-WM in Florida dabei

Luise Zscheile hat den Sprung übern großen Teich geschafft: Die 18-jährige Schülerin vom Gymnasium Dreikönigschule in der Neustadt, ist jetzt von der Akrobatik-Weltmeisterschaft aus Orlando in Florida zurückgekehrt.

Frage: Wie weit vorn sind Sie denn gelandet in Orlando?

Luise Zscheile: Wir sind 18. von 31 Startern bei den Junioren geworden. Gutes Mittelfeld also. Wissen muss man, dass die Trainingsbedingungen hier in Deutschland ganz andere sind als in Russland oder Belgien, wo halt die Weltspitze herkommt. Das Training wird da besser mit der Schule kombiniert, und die Trainer machen das hauptamtlich und nicht ehrenamtlich wie bei uns.

Und wer hat am Ende gewonnen?

Die Russen ganz knapp vor den Belgiern und den Engländern. Es waren auch Formationen aus Brasilien, Australien und Südafrika vertreten.

Zu wievielt sind Sie bei der WM aufgetreten?

In einer Dreiergruppe. Nora ist auch 18 und wie ich Untermann. Unser "Floh" ist die zwölfjährige Emilia, den wir durch die Luft wirbeln. Wir zeigen drei verschiedene Übungen. Zur Balance-Übung gehören Pyramiden, Handstände, Stützwaagen und Spagat - halt alles, was länger als drei Sekunden gehalten werden muss. Die Tempo-Übung, das sind die Saltos, Doppelsaltos, vorwärts, rückwärts, gehockt, gestreckt, gebückt. Die Kombi-Übung bildet einen Mix aus den beiden anderen.

Sicher waren Sie früher auch mal Obermann?

Ja, es ist immer gut, wenn man auch die andere Seite kennt. Ich kann gut nachvollziehen, wie sich Emilia als Obermann manchmal fühlen muss. Meistens meckern ja die Großen mehr mit den Kleinen als umgekehrt.

Und welche Ihrer Übungen ist am schwierigsten?

Wir haben einen neuen Salto einstudiert - einen zweieinhalbfachen Rückwärtssalto gehockt. Der ist nicht ohne. Und dabei immer schön lächeln!

Welche Übung von anderen hat Sie bisher am meisten beeindruckt?

Ich hab' bei einem Wettkampf mal eine britische Herren-Vierergruppe gesehen, die hat einen Vierfach-Salto hinbekommen. Der wurde danach verboten - wegen der Verletzungsgefahr.

Wie oft trainieren Sie?

Viermal pro Woche jeweils dreieinhalb Stunden und manchmal auch Sonnabend früh in der DSC-Halle an der Magdeburger Straße.

Zurück nach Florida: Wo fanden denn die Wettkämpfe statt?

In Amerika ist ja alles "very big". Training und Wettkämpfe fanden in einem riesigen Sportpark in einer riesengroßen Halle statt.

Wer hat euch angefeuert?

Die Deutschen hatten einen großen Fanblock. Wir waren ja zwölf Sportler aus Dresden, 30 aus ganz Deutschland. Und überall sind Verwandte und Freunde mitgeflogen. Meine ganze Familie war auch da, meine Eltern, meine Schwester. Alle haben uns angefeuert.

Waren Sie aufgeregt?

Mit unserer Tempo-Übung waren wir erst 21 Uhr dran und hatten schon Bedenken, ob wir so spät abends noch gut Doppelsaltos werfen können. Hat aber alles wunderbar geklappt. Das Publikum hat im Takt der Musik mitgeklatscht.

Gespräch: Katrin Richter

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.05.2012

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