Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Google+
Zurück zur Fünferkette Nach dem Spiel in München ist Dynamo auswärts schwerer auszurechnen / Sorge um Sturmduo

Zurück zur Fünferkette Nach dem Spiel in München ist Dynamo auswärts schwerer auszurechnen / Sorge um Sturmduo

Manchmal bedarf es besonderer Maßnahmen, um nach vielen Fehlschlägen ein lang ersehntes Ziel zu erreichen. Im Falle von Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden war es die Fünfer-Abwehrkette, mit der die Schwarz-Gelben in München die angriffslustigen "Löwen" bändigten und die ersten Punkte in der Fremde erbeuteten.

Dresden .

Von Jochen Leimert

Nach dem 4:2-Sieg war Trainer Ralf Loose am 2. Oktober erleichtert: "Wir sind auswärts endlich in der 2. Liga angekommen." Doch ist die Taktik von München auch die richtige für die schweren Auswärtshürden in Braunschweig (Samstag, 13 Uhr) und in Dortmund (Dienstag, 20.30 Uhr)?

"Das ist eine gute Frage", erwidert der Coach auf Nachhaken. Hundertprozentig überzeugt scheint Loose, der früher selbst Verteidiger war, nicht. Aus gutem Grund, denn die Eintracht und die Borussia bevorzugen eine andere Ausrichtung als die Sechziger. "Beide Mannschaften spielen mit einer Spitze vorne drin, die dann von einem spielerisch starken, dynamischen Mittelfeld unterstützt wird. Das ist schwieriger, gegen solche Mannschaften zu spielen, als wenn man von vornherein weiß, da sind zwei, drei Leute vorne drin, auf die du dich einstellen kannst", glaubt Loose.

Nachdem in der Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Aachen (1:1) wieder an der Viererkette geschliffen worden war, war der Fünferriegel von München mit den drei zentralen Verteidigern Romain Brégerie, Florian Jungwirth und Martin Stoll und den bei gegnerischem Ballbesitz rasch zurückeilenden Außen Cheikh Gueye und Muhamed Subasic in dieser Woche noch kein großes Thema auf dem Trainingsplatz im Großen Garten.

Für Jungwirth ist das aber keine Überraschung: "Wir haben diese Woche auch nicht viel trainiert - Montag war Auslaufen, Dienstag hatten die, die gespielt haben, frei, und am Mittwoch haben wir nur eine kleinere Spielform gemacht." Für den 22-Jährigen war die Umstellung in München auch weit weniger verblüffend als für den Gegner und die Zuschauer, denn die Variante mit der Fünferkette und nur einer echten Spitze hatte die Mannschaft schon länger einstudiert. Sie war kein aus der Not geborenes Konzept, als Zlatko Dedic wegen seiner Nasen-OP ein paar Tage ausfiel. Nur dass diese Taktik im Wettkampf auch so gut funktionieren würde, konnte niemand ahnen. Jetzt ist man schlauer: "Es ist gut zu wissen, dass uns das Spiel bei Sechzig gezeigt hat, dass wir variabel spielen und mehrere Systeme gut ausführen können", freut sich Jungwirth. So mache er sich auch keine Gedanken, welches der Trainer nun in den nächsten Spielen bevorzugt. "Wir sind davon überzeugt, dass er das wie immer richtig entscheiden wird", fügt er hinzu.

Inwieweit Loose bei seiner Wahl am Spieltag noch von personellen Ausfällen beeinflusst wird, weiß niemand. Sorgen hat er: Dedic konnte gestern wegen eines Infektes zum zweiten Mal in Folge nicht trainieren, Sturmkollege Mickael Poté (Wadenprobleme) absolvierte nur ein Schonprogramm.

Der Heimbereich im Braunschweiger Stadion ist seit Mittwoch ausverkauft.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.10.2011

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr