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Zufriedene Gesichter bei Dynamo Dresden: Drei Punkte und ein Zeichen der Fans

Zufriedene Gesichter bei Dynamo Dresden: Drei Punkte und ein Zeichen der Fans

Bei Dynamo Dresden herrschten am Sonntagnachmittag zufriedene Gesichter vor."Mit Pyro ist erstmal Schluss", kündigte K-Block-Vorsänger "Lehmann" vor Anpfiff an.

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Matchwinner in Dresden: Dynamo-Jungspund Tobias Müller wird von seinen Teamkollegen geherzt.

Quelle: dapd

Bei Dynamo Dresden herrschten am Sonntagnachmittag zufriedene Gesichter vor. Nicht nur, dass die Mannschaft mit einem glücklichen 3:1 über Sandhausen ein Lebenszeichen von sich gab, auch die Fans setzten nach den Negativschlagzeilen der Vorwoche ein deutliches Zeichen - inklusive einer überraschenden Ankündigung:

"Mit Pyro ist erstmal Schluss", kündigte K-Block-Vorsänger "Lehmann" vor Anpfiff an. Damit äußert der harte Kern der Fans, der bislang hartnäckig auf sein "Recht auf Pyrotechnik" pocht, Verständnis für die Nöte des Clubs. Diesen erwarten nach den erneuten Vorfällen in Kaiserslautern erneut drastische Strafen wegen der illegalen bengalischen Feuer im Dynamo-Block und den darauf folgenden Randalen außerhalb des Stadions.

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Dynamo Dresden geggen den SV Sandhausen

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Zudem präsentierten mehrere Tausend Zuschauer auf Gegengerade, der Haupttribüne und den Eck-Blöcken rote Karten, um Pyrotechnik und Chaoten den symbolischen Platzverweis zu erteilen. Die Initiative dazu war in der vergangenen Woche von Fans der Schwarz-Gelben erarbeitet worden. Während der Aktion wurden zudem andere Transparente wie „0 Prozent Gewalt, 100 Prozent Dynamo. Lasst es nicht zu, dass diese Chaoten unseren Verein als Spielwiese benutzen“ hochgehalten.

Auch Präsident Andreas Ritter sprach vor dem Spiel auf dem Rasen noch einmal zu den Fans. „Wir verzichten vorerst auf das Gästeticketkontingent, um weiteren Schaden von unserem Verein fernzuhalten. Pyrotechnik wird es zudem in unserem Stadion nicht geben, so lange es verboten ist“, sagte Ritter.

Nach dem Spiel hatten Fans und Offizielle endgültig Grund zur Freude. Zwar musste Dynamo vor 19.444 Zuschauern im Glücksgas-Stadion lange zittern, konnte sich am Ende aber über den ersten Sieg im Jahr 2013 freuen. Der überraschend wieder fit gewordene Lynel Kitambala hatte nach Vorlage von Idir Ouali schon nach sieben Minuten zur Führung getroffen.

Nach etwa 30 Minuten verlor Dynamo aber die bis dahin sichere Kontrolle über das Spiel. Sandhausen kam nun besser in die Partie. In den letzten Minuten vor der Pause drückten die Gäste Dynamo in den eigenen Strafraum, schafften es aber nicht, Keeper Benny Kirsten in Verlegenheit zu bringen.

Auch nach dem Seitenwechsel gab weiter Sandhausen den Ton an. In der 56. Minute konnte Kirsten noch retten, eine Minute später war er jedoch chancenlos. Andrew Wooten traf in der 57. Minute zum Ausgleich. Danach waren die Gäste näher an der Führung als die Dresdner. Ersten Pfiffen der Fans folgte ein lautes "Wir wollen euch kämpfen sehen!" von den Rängen.

Mit einem Doppelwechsel sorgte Dynamo-Trainer Peter Pacult für die Entscheidung. Für Kitambala und den schwachen Jänicke brachte er in der 68. Minute Robert Koch und Tobias Müller. Nur drei Minuten später landete ein Eckball über Savic als Zwischenstation bei Mickael Poté, der aber an Sandhaus-Torhüter Danial Ischdonat scheiterte. Doch Tobias Müller stand goldrichtig und drückte den Abpraller über die Linie. Vier Minuten später war es dann erneut Müller, der einen von Sandhausen abgewehrten Ball aufnahm, die Kugel erst an den Pfosten und im Nachsetzen ins Tor beförderte.

Nach der roten Karte gegen Marcel Kandziora wegen eines groben Fouls an Savic (77. Minute) war das Match entschieden. Dynamo brachte die Partie souverän über die Zeit und schob sich wieder auf den Relegationsplatz vor. Auf den ersten Nichtabstiegsplatz fehlen jetzt noch drei Zähler.

sl / dpa

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