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Youngster schnuppert bei den Profis von Dynamo Dresden rein

Youngster schnuppert bei den Profis von Dynamo Dresden rein

Erst 19 Jahre ist er alt, es ist sein erstes Jahr im Männerbereich - und schon darf Tobias Müller bei den Profis ran. Zumindest beim Training der ersten Dynano-Mannschaft ist er immer dabei und sammelt wertvolle Erfahrungen.

Dresden .

In Königshain bei Görlitz geboren, schnürte er zum ersten Mal für den NFV Gelb-Weiß Görlitz die Fußballschuhe. Mit 13 ging es dann zum FV Dresden-Nord (heute Borea), wo er bis 2010 spielte. Zur Saison 2010/11 folgte der Wechsel zum "großen Bruder" Dynamo. "Sicherlich nicht von allen Seiten mit Wohlwollen beobachtet", wie Müller zugibt. "Aber es war die richtige Entscheidung. Von Anfang an wusste ich, dass mich bei Dynamo die bessere sportliche Perspektive erwartet", erzählt er.

Mit dem Sprung in Dynamos Profikader hat Tobias Müller gleich zwei große Schritte gemacht, die es zu meistern gilt: jenen vom Junioren- in den Seniorenbereich, und den vom Amateurfußball in den Profisport. "Profifußball ist schneller, die Zweikämpfe sind intensiver. Da hat es mir sehr geholfen, die ganze Vorbereitung mit den Profis absolviert zu haben", schätzt Müller die Umstellung ein.

Als A-Junior erzielte Tobias in der zurückliegenden Regionalliga-Saison in 22 Einsätzen 13 Tore; ein starker Wert für einen defensiven Mittelfeldspieler. Seine Chancen auf einen Einsatz in der Profimannschaft schätzt er dennoch eher als schlecht ein - bisher durfte er "nur" in Testspielen ran, traf dabei einmal ins Schwarze. Dynamo-Trainer Ralf Loose sieht beim Eigengewächs, das er nun zu den Profis holte, viel Potenzial. "Tobi ist ein hoffnungsvolles Talent. Wenn sich jemand bei den Junioren über gute Leistungen anbietet und den nötigen Ehrgeiz mitbringt, freut uns das natürlich." Doch auch der Trainer bekennt: "Der Unterschied zwischen der Junioren-Regionalliga und der 2. Bundesliga ist erheblich; daran muss er sich erst einmal anpassen." Eigene Defizite sieht Tobias Müller selbst vor allem im athletischen Bereich und im Spieltempo.

In seinem neuen Umfeld fühlt er sich dennoch wohl. Es sei ein "toller Moment" gewesen, als Steffen Menze ihm die Botschaft vom Profivertrag überbrachte; Angst habe er nie gehabt. "Im Gegenteil. Ich habe mich auf das Training und all das Neue gefreut, war sehr gespannt", berichtet der Youngster. In der Mannschaft seien nun, nach drei Monaten gemeinsamen Trainings, alle "Teamkameraden - nach anfänglichem Respekt", wie Müller zugibt. Am meisten habe er mit den Jüngeren wie Marcel Franke und Toni Leistner zu tun. Wegen der Schule könne er aktuell nur viermal die Woche mit den Profis trainieren. Dem 13.-Klässler des Sportgymnasiums ist auch klar: "Erst einmal ist für mich wichtig, das Abitur zu machen. Erst danach kann ich mich voll auf den Fußball konzentrieren."

Auch Ralf Loose will seinem jüngsten Spieler bei seiner Entwicklung Zeit geben: "Im Moment kann er noch nicht das volle Pensum erfüllen. Daher haben wir viel Geduld mit ihm und sind uns sicher: In einem Jahr sieht Tobis Perspektive schon besser aus."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.09.2012

Göran Kügler

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