Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Google+
Wrestling mit "Axeman" und "Bad Bones" in Dresden: Harter Sport und ein wenig Show

Wrestling mit "Axeman" und "Bad Bones" in Dresden: Harter Sport und ein wenig Show

„Reiß ihm die Rübe ab,“ brüllt ein Zuschauer in den Wrestling-Ring im Dresdner Eventwerk, in dem sich Pascal Spalter und John Klinger alias „Bad Bones“ duellieren.

Voriger Artikel
Dynamo-Fans randalieren in Kaiserslautern - zwei Verletzte und 70.000 Euro Schaden
Nächster Artikel
DSC-Volleyballerinnen siegen in Münster 3:0

Beim TAW-Wrestling-Abend in Dresden traten unter anderem Axel Tischer (vorne), John Klinger und Pascal Spalter an.

Quelle: DOMINIK BRUEGGEMANN

Bad Bones Situation scheint aussichtslos. Der muskelbepackte Wrestler steckt im Würgegriff seines 140 Kilogramm schweren Gegners. Zuvor schmetterte der Spalter sein Gegenüber unzählige Male auf den Boden des Rings. Das brachiale Krachen lässt die reichlich 300 Wrestling-Fans jubeln, die rund um den Ring sitzen und von der Empore aus den Kampf verfolgen. Der 27-jährige Klinger gibt nicht auf – er gilt als einer der besten Wrestler in Deutschland.

php05f3442df6201302101500.jpg

TAW-Wrestling in Dresden: Rund 300 Zuschauer bestaunten die Matches der Wrestler im Dresdner Eventwerk.

Zur Bildergalerie

Der Veranstalter „Thats Awesome Wrestling“ will das Wrestling in Dresden populärer machen. Dazu soll an diesem Samstagabend auch Axel Tischer beitragen. Der Dresdner sorgt für das zweite Topmatch des Abends. Der 26-Jährige ist seit der Kindheit Wrestling-Fan. Mittlerweile trainiert er in der Neustadt Jugendliche in seiner eigenen Schule. Dort bringt er ihnen wichtige Fall- und Wurftechniken bei. Früher ist er selbst zweimal wöchentlich nach Berlin gefahren um von erfahrenen Wrestlern zu lernen.

„Du musst zäh sein und einstecken können“, erklärt er den harten Sport, der seiner Meinung nach weiterhin unter einem Imageproblem leidet. Die teils brutalen Shows in Amerika, in denen mit Leuchtstoffröhren und Stühlen aufeinander eingeschlagen wird, rückten den Sport in ein falsches Licht. Das Vorurteil, der Sport sei eine reine Show und die Schläge, Würfe und Tritte stecke man schmerzfrei weg, tragen dazu bei.

„Die Aufgabe eines Wrestlers ist es, seinen Gegner so zu behandeln, dass er nicht fahrlässig verletzt wird“, ordnet er ein. Bei einem Wurf, hier redet der Experte von Moves, Slams und Bombs, muss der Gegner so fallen können, dass er sich abfangen kann. „Das nimmt einem trotzdem die Luft“, versichert er.

Die Show ist jedoch auch ein wichtiger Teil des Kampfes. „Mein Gegner kommt beispielsweise aus Cottbus, da liegt es Nahe, dass man diese Städterivalität aufgreift.“ Man ziele darauf, den Leuten das zu bieten, worauf sie brennen. Das sei wie ein guter Film. Am Ende erwarten die Fans ein Happy End.

Und so verärgert Robert Kaiser am Abend zunächst das Publikum mit derben Sprüchen und verhöhnt seinen Gegner. Axel „Axeman“ Tischer lässt sich das nicht lange gefallen, zieht den Rivalen um den Ring und sorgt für Stimmung im Publikum. Im Ring muss Tischer jedoch etliche Angriffe des Gegner ertragen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht bringt er das Match zu seinen Gunsten über die Bühne. Inklusive einiger Prellungen und Schürfungen kann er siegreich aus dem Ring steigen. „Ein blaues Auge gehört dazu. Es ist eben nicht nur alles Show.“

Die Rübe reißt auch Pascal Spalter seinem Gegner nicht ab. Aber ein gutes Dutzend Mal wuchtet er seinen Gegner „Bad Bones“ im Laufe des Kampfes krachend auf den Boden. Die Nehmerqualitäten des John Klingers zahlen sich aus. Als er zur Gegenwehr ansetzt, den Spalter anhebt und aus Kopfhöhe fallen lässt, ist der Kampf zu Ende. „Der härteste Hund Europas“, so der Verlierer anerkennend, gewinnt den Hauptkampf.

Dominik Brüggemann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr