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Wolfram und Klein klettern auf den Turm

Olympia in Rio Wolfram und Klein klettern auf den Turm

Zum Ende der Spiele in Rio sind die Dresdner Wasserspringer Martin Wolfram und Sascha Klein noch einmal gefordert. Am Freitag bestreiten sie den Vorkampf in der Konkurrenz von Turm. Während Klein schon im Synchronspringen am Start war, muss Wolfram das erste Mal ran.

Sascha Klein (vorn) war schon im Synchronspringen am Start, nun ist der Turm dran.

Quelle: imago

Rio de Janeiro. Zum Abschluss der olympischen Wettbewerbe im Wasserspringen stehen zwei Dresdner noch einmal im Mittelpunkt. am Freitagabend (21 Uhr deutscher Zeit) startet im Maria Lenk Aquatics Centre der Vorkampf im Turmspringen der Männer. Während Sascha Klein zu Beginn der Wettkämpfe schon im Turm-Synchron mit dem Berliner Patrick Hausding im Einsatz war und mit Platz vier leider knapp an einer Medaille vorbei schrammte, ist es für Martin Wolfram der erste und einzige Auftritt. Das lange Warten war für den 24-Jährigen, der vor vier Jahren in London trotz ausgekugelter Schulter sensationell Achter wurde, kein Problem: „Ich bin es ja gewohnt, so lange zu warten. Das Turmspringen ist ja immer am Ende dran.“

Da der Europameister von 2015 aufgrund einer Verletzung die Anlage beim Weltcup im Februar noch nicht testen konnte, brauchte er etwas mehr Zeit als die anderen, um sich an die Gegebenheiten zu gewöhnen. „Anfangs fiel es mir schwer, mich beim Sprung optisch zu orientieren. Die wechselhaften Wasserbedingungen waren auch nicht immer leicht zu bewältigen. Aber dann wurde das Training immer besser und jetzt läuft es ganz gut und ich bin bereit, dass mein Wettkampf endlich losgeht“, sagte der Elbestädter, der extra für die Olympischen Spiele in Rio fit gespritzt wurde. Denn auch im Vorfeld plagte sich der Schützling von Boris Rozenberg erneut mit Problemen im der Schulter. Sein Ziel: „Ich will das Finale erreichen und mindestens meinen achten Platz von vor vier Jahren bestätigen.“

Sascha Klein, der seine dritten und damit auch letzten olympischen Spiele bestreitet, hat die Enttäuschung über die verpasste Medaille im Synchronspringen verarbeitet und ist motiviert für das Einzelspringen. „Ich habe das gut verdaut und gehe mit voller Konzentration in den Wettkampf.“ Auch der 30-Jährige, der 2008 im Synchron schon olympisches Silber gewann, kam in der Vorbereitung nicht ohne Wehwehchen und Blessuren über die Runden. So musste er noch kurz vor der Abreise nach Brasilien eine Sehnenscheidenentzündung in der Hand auskurieren. Doch zum Glück ist diese ausgestanden. „Meiner Hand geht es sehr gut, darüber bin ich echt froh. Ich fühle mich körperlich sehr gut und das Training läuft. Es darf jetzt auch langsam losgehen“, meinte der gebürtige Eschweiler, der 2011 und 2013 schon zweimal WM-Bronze im Turm-Einzel erkämpfte. „Das Potenzial, ganz vorm mitzuspringen habe ich. Allerdings muss dann alles passen, einen noch so winzigen Fehler darf man sich bei der starken Konkurrenz einfach nicht erlauben“, weiß der junge Familienvater.

Im Vorkampf treten insgesamt 28 Springer an. Die besten 18 erreichen das Halbfinale am Samstag ab 16 Uhr deutscher Zeit. Das Finale der besten Zwölf ist für Sonnabend um 21.30 Uhr vorgesehen.

Von Astrid Hofmann

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