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Wiederholt zündelten Gästefans im Glücksgas-Stadion – Dynamo Dresden ist letztlich machtlos

Wiederholt zündelten Gästefans im Glücksgas-Stadion – Dynamo Dresden ist letztlich machtlos

Der Einsatz von Pyrotechnik hat dem Verein Dynamo Dresden in der Vergangenheit immer wieder Ärger bereitet. Das Abbrennen von bengalischen Feuern sorgte nicht nur für Negativschlagzeilen sondern auch für teils empfindliche Strafen.

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Im Gästeblock wurde am Montag einmal mehr "gezündelt".

Quelle: Privat

Die vergangenen Wochen zeigten jedoch: In die schlagzeilenträchtigen „Pyro“-Vorfälle sind keinesfalls nur die Dresdner involviert.

So qualmte es im Glücksgas-Stadion zuletzt gleich mehrfach. Das allerdings nicht im K-Block, der sich nach den Vorfällen von Kaiserslautern selbst ein Verbot der illegalen Zündelei auferlegt hat, sondern schräg gegenüber, dort wo die Gästefans stehen. Nachdem vor zwei Wochen die Fans von Hertha BSC Berlin den Rasen in blauen Rauch hüllten, zündeten am Montagabend auch die Ultras des 1.FC Köln zu Beginn mehrere Bengalos.

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Dynamo Dresden hat gegen den 1. FC Köln mit 0:2 verloren. Dabei blieb es größtenteils friedlich - die Kölner brannten allerdings unerlaubte Pyrotechnik ab.

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„Polizei, Sicherheitsdienst und Ordner haben vor während und nach dem Spiel alles in ihrer Macht stehende getan, um einen sicheren Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten und das Einschmuggeln von Pyrotechnik zu verhindern“, erläutert Dynamos Sicherheitsbeauftragter Sören Klar. Sogar Sprengstoffspürhunde waren vor der Partie im Einsatz. Ein Gästefan konnte laut Polizei dabei ertappt werden, wie er Pyrotechnik einschleusen wollte.

Die Erfahrung zeigt aber: Selbst intensive Kontrollen können Fans nicht komplett daran hindern, verbotene Utensilien in den Block zu schmuggeln. Auch dann nicht, wenn die Kontrollen gut vorbereitet und sehr intensiv sind. So hatte Dynamo am Gästeeingang zusätzliche Schleusen eingerichtet und zahlreiche Ordner im Einsatz. Augenzeugen beschrieben auch die Stimmung entspannt. Auch von der Sicherheitsaufsicht des DFB kamen keinerlei Klagen, teilte der Verein mit.

Sören Klar weiter: „Das Problem wird sich allein durch äußere Maßnahmen schwerlich lösen lassen. Es muss ein Bewusstseinswandel bei all jenen stattfinden, die sich von Woche zu Woche beflissen fühlen, Knallkörper und Fackeln in den Stadien zu zünden“

Hinzu kommt: Obwohl Dynamo einmal mehr keine Fehler begangen hat, droht dem Verein laut Sprecher Henry Buschmann eine Strafe wegen mangelndem Ordnungsdienst. Einziger Trost bleibt: Aufgrund der verschuldensunabhängigen Haftung, nach der Dynamo immer wieder für Verfehlungen seiner Fans gerade stehen muss, müssen vor allem Hertha BSC Berlin und der 1. FC Köln mit unliebsamer Post des Verbandes rechnen.

Stephan Lohse

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