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Wettkampf in luftiger Höhe - Dresdner Maschinenbau-Student nimmt es mit der Weltelite im Modellsegelflug auf

Wettkampf in luftiger Höhe - Dresdner Maschinenbau-Student nimmt es mit der Weltelite im Modellsegelflug auf

Am Wochenende, bei schönem Wetter, sieht man es oft über den Elbwiesen am Himmel kreisen: ein gelbes Modellsegelflugzeug. Dann trainiert der 25-jährige Maschinenbaustudent Thomas Dylla gerade wieder für anstehende Wettbewerbe.

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Thomas Dylla, hier mit zwei seiner Modellsegelflugzeuge vom Typ Freestyler 4, startet bei den diesjährigen F3B Weltmeisterschaften in Nardt für das deutsche Team.

Quelle: Christian Juppe

Schon seit knapp zehn Jahren betreibt der Dresdner das Modellsegelfliegen als Sport und ist dabei ziemlich erfolgreich. Als Mitglied des Modellflugsportclubs (MFSC) der TU Dresden bestreitet er viele nationale und internationale Wettkämpfe. In der aktuellen Weltcup-Wertung der Klasse F3B liegt er nach elf von 16 Wettbewerben auf dem dritten Platz.

"In der Nähe von unserem Haus habe ich oft Modellflugzeuge gesehen", erzählt er. "So etwas wollte ich auch mal ausprobieren und besorgte mir eins, dann habe ich sofort Feuer gefangen". So erfolgreich wie heute war er zunächst aber nicht. "Die ersten zwei Jahre waren meine Flugkünste eher mäßig und auch das Modellflugzeug ging ständig kaputt", erinnert er sich. Davon merkt man jetzt nichts mehr.

Momentan trainiert der 25-Jährige täglich für die anstehenden F3B Weltmeisterschaften in Nardt bei Hoyerswerda, für die er sich als einer von sechs deutschen Startern qualifizieren konnte. 54 Teilnehmer aus der ganzen Welt, unter anderem aus Südafrika, Argentinien und Australien, werden erwartet. Thomas Dylla geht mit einem Flugzeug vom Typ "Freestyler 4" (FS4) an den Start. "Das FS4 wiegt etwa zwei Kilogramm, hat eine Flügelspannweite von ungefähr drei Metern und kostet mit Zubehör um die 2500 Euro", erklärt er.

Mittlerweile zählt er fünf dieser Modelle zu seinem Besitz. Doch nicht immer machte es sich der Student so leicht und kaufte seine Flugzeuge von einem Hersteller. "Bevor mein Studium begann, habe ich viel selbst entwickelt und gebaut. Leider fehlt mir mittlerweile die Zeit dafür". In die Luft gebracht werden die Modellsegler durch Elektrowinden. Beim Ausklinken aus diesen Winden sind sie der 30-fachen Erdbeschleunigung ausgesetzt und können dann eine Höhe von bis zu 500 Metern erreichen.

Bei der für Dylla wichtigen Klasse F3B gilt es, drei Teilwettbewerbe zu meistern: den zehnminütigen Zeitflug mit anschließender Punktlandung, den Speedflug sowie den Streckenflug, bei dem innerhalb von vier Minuten ein bestimmter Weg so oft wie möglich zurück gelegt werden muss. "Ich mag den Speedflug am meisten, der ist so schön schnell vorbei", scherzt der "Pilot".

Die WM in Nardt wird seine erste sein, trotzdem ist er zuversichtlich. "Ein Platz unter den besten fünf sollte schon drin sein". Ab Sonntag ist Konzentration angesagt, denn da findet, sozusagen als Erwärmung, der 12. Weltcupwettbewerb statt. Hier gilt es, seine gute Position in der Gesamtwertung zu halten. Schon am nächsten Tag beginnt das Hauptereignis, die F3B Weltmeisterschaft, die am Freitag im Finale entschieden wird. Zuschauer sind auf dem Flugplatz in Nardt herzlich willkommen. Für alle, denen der Weg zu weit ist, gibt es außerdem einen Live Stream im Internet.

Thomas Dylla wird den Modellflugsport weiter betreiben, egal welches Ergebnis er letzten Endes bei der WM erzielt. "Das Fliegen ist mir sehr wichtig und ich habe den Ehrgeiz, immer weiter zu trainieren, um noch besser zu werden", sagt er selbstbewusst.

F3B Modellsegelflug Weltmeisterschaft vom 3. bis zum 10. August auf dem Gelände des Flugplatz "Nardt" in der Nähe von Hoyerswerda

Livestream unter www.f3b-wm-2013.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.08.2013

Johann Voigt

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