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Wer arbeitet bei Dynamo Dresden künftig als Co-Trainer?

Wer arbeitet bei Dynamo Dresden künftig als Co-Trainer?

Als sich die Aufsichtsräte von Dynamo Dresden gestern am frühen Abend in der Geschäftsstelle trafen, da schien die wichtigste Personalie bereits geklärt: Trainer Peter Pacult darf seinen Vertrag, der sich durch den Klassenerhalt automatisch bis zum 30. Juni 2014 verlängert hatte, erfüllen.

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Sitzen Trainer Peter Pacult (l.) und Co-Trainer Nico Däbritz bei Dynamo-Spielen auch künftig nebeneinander am Spielfeldrand?

Quelle: imago sportfotodienst

Der 53-jährige Österreicher erhielt von der Vereinsführung mehrheitlich Rückendeckung dafür, die Mannschaft für die kommende Saison so konkurrenzfähig zu machen, dass der Verein nicht mehr bis in die Relegation hinein den Abstieg und eine ungewisse Zukunft fürchten muss.

Nicht allen klar war bis gestern Abend dagegen, wie es mit anderen wichtigen Personalien weitergeht. Mit Spannung wartete beispielsweise Co-Trainer Nico Däbritz auf eine Entscheidung, ob er auch künftig mit Pacult die Mannschaft betreuen darf. "Ich lasse mich überraschen, was diesen Monat noch passiert", sagte Däbritz den DNN am Nachmittag, "mit mir hat noch keiner geredet." Bis zum Saisonende ist er offiziell noch als Spieler angestellt, damit Dynamo die Local-Player-Regelung erfüllt. Danach läuft sein Arbeitsverhältnis als Scout unbefristet weiter.

Lieber würde der 41-Jährige Co-Trainer aber bleiben: "Das mache ich gern. Ich möchte weiter mit den Spielern zusammenarbeiten, Spiele kann ich mir auch noch mit 60 anschauen." Weil er seine Zukunft eher im Trainergeschäft sieht, möchte Däbritz nach der B-Lizenz bald auch die A-Lizenz erwerben. Das hatte der Ex-Profi (u.a. bei Dynamo, VfB Leipzig, Hannover 96, VfL Wolfsburg) bereits mehrfach vor, er musste sein Vorhaben aber immer wieder zurückstellen. Dieses Jahr würde er gern seine Ausbildung forcieren.

Ob der Verein und Pacult da mitspielen, das war bis gestern Abend keineswegs sicher, denn Pacult soll laut DNN-Informationen schon vor ein paar Wochen beim Verein angefragt haben, ob Tom Stohn wieder zum Team stoßen könne. Der Pirnaer war in der Vergangenheit schon mehrfach Co-Trainer unter Pacult. Bei Pacults erstem Engagement in Dresden (Dezember 2005 bis September 2006) bildete er mit ihm und Fitnesstrainer Christian Canestrini ein Triumvirat, das erst gesprengt wurde, als Pacult und Canestrini zu Rapid Wien wechselten. Stohn blieb unter Pacult-Nachfolger Norbert Meier Co-Trainer, bis Meier im September 2007 entlassen wurde. Von 2011 bis 2012 war Stohn, der bereits als Spieler bei 1860 München II Kapitän unter dem Trainer Pacult war, dann wieder Co-Trainer unter dem Wiener, als der beim Viertligisten RB Leipzig arbeitete. Mit dem verpassten Aufstieg aus der Regionalliga wurden beide vereinslos, der 44-jährige Stohn ist es bis heute geblieben.

Unklar ist auch noch, wie es mit einigen Spielern weitergeht, deren Vertrag ausläuft. Derzeit bemüht sich Dynamo u.a. darum, Verteidiger Florian Jungwirth weiter an den Verein zu binden. "Wir stehen in Verhandlungen", bestätigte Jungwirths Berater Björn Bezemer. Eine Entscheidung wird für die nächsten Tage erwartet. Jungwirth, einer der Aufstiegshelden von 2011, soll nach seiner starken Rückrunde auch andere Angebote aus der Zweiten Liga haben, doch da Pacult ihm vertraute, hätte er rein sportlich wohl keinen Grund zu wechseln.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.06.2013

Jochen Leimert

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