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Wenig Besinnlichkeit, viele Probleme: Dynamo Dresden muss kämpfen

Wenig Besinnlichkeit, viele Probleme: Dynamo Dresden muss kämpfen

Die sportlichen Aufgaben sind erfüllt, hinter den Kulissen kann sich noch niemand auf besinnliche Weihnachten einstellen. Nach dem letzten Zweitliga-Spieltag des Jahres herrscht bei Dynamo Dresden keine Jubelstimmung.

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Trotz Winterpause herrscht bei Dynamo Dresden weiter Unruhe.

Quelle: dpa

Weil die Konkurrenz im Tabellenkeller auch langsam anfängt, regelmäßig zu punkten, überwintert der Verein auf Abstiegsrelegationsplatz 16, vier Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. „Sicher sieht die Tabelle nicht gerade günstig für uns aus. Dennoch glaube ich, dass wir die Qualität haben, um die Klasse zu halten, wir müssen unsere Möglichkeiten nur ausschöpfen“, meint der Sportliche Leiter Steffen Menze, der in München auf der Trainerbank Platz nahm.

Der 43-Jährige musste nach der Beurlaubung von Ralf Loose das Team trainieren, ganz nebenbei einen neuen Coach suchen. Noch in dieser Woche soll die Entscheidung fallen. Laut Menze kann sich Dynamo zwischen mehreren Bewerbern entscheiden, je nach dem „wer besser zu uns passt“.

Bei 1860 München holten die Dresdner wenigstens einen Punkt, Cheikh Gueye (61. Minute) hatte getroffen, ehe Guillermo Vallori (80.) noch zum 1:1 ausglich. Für den neuen Mann an der Seitenlinie wird es eine harte Aufgabe. Er muss eine wenig harmonisierende Mannschaft wieder einen, nach sieben Platzverweisen mehr Disziplin reinbringen, den Spielern das verloren gegangene Selbstvertrauen einhauchen und nicht zuletzt die ständig anwachsende Verletztenliste reduzieren.

Und er muss damit klar kommen, dass bei Dynamo eine Krise nur selten allein kommt. Neben den sportlichen Problemen beschäftigt sich der Verein mit dem Urteil des DFB-Sportgerichts nach den Vorkommnissen im Pokal in Hannover. Ob der Club gegen den Pokalausschluss für die Spielzeit 2013/14 ankämpft, soll auch in dieser Woche entschieden werden.

Hinter den Kulissen wartet eine weitere Baustelle auf die Verantwortlichen, da bei der Mitgliederversammlung am 17. November der Aufsichtsrat nicht entlastet wurde. Geschieht dies nicht auf einer außerordentlich einberufenen Versammlung im nächsten Jahr, wird der Club handlungsunfähig.

In der Summe sind dies zu viele Probleme für die Tatsache, dass im Kampf gegen den Abstieg alle Kräfte gebündelt werden sollten. Denn ein Gang in die dritte Liga könnte für Dresden im schlimmsten Fall die Insolvenz bedeuten, da Fernsehgelder in Millionenhöhe wegfallen, zudem muss 2015 ein Darlehen von 5,5 Millionen Euro plus Zinsen an Michael Kölmel zurückgezahlt werden.

Tina Hofmann, dpa

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