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Warum Nick Proschwitz nicht für Dynamo trifft

Warum Nick Proschwitz nicht für Dynamo trifft

Das Hinspiel am 21. August in Dresden gewann der SC Paderborn auch ohne einen Treffer von ihm mit 2:1, dennoch muss Dynamo beim morgigen Rückspiel (Anstoß 18 Uhr, Energie-Team-Arena) wieder ganz besonders auf ihn aufpassen: Nick Proschwitz ist in der Form seines Lebens.

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Im Hinspiel stemmte sich Nick Proschwitz (l.) gegen Dynamos Romain Brégerie. Morgen gibt es eine Neuauflage des Duells.

Paderborn/Dresden . Paderborn/Dresden (DNN). Das Hinspiel am 21. August in Dresden gewann der SC Paderborn auch ohne einen Treffer von ihm mit 2:1, dennoch muss Dynamo beim morgigen Rückspiel (Anstoß 18 Uhr, Energie-Team-Arena) wieder ganz besonders auf ihn aufpassen: Nick Proschwitz ist in der Form seines Lebens. Der 25-Jährige Stürmer ist nicht nur bei den Ostwestfalen der Torschütze vom Dienst - er ist mit 14 Saisontoren in 21 Spielen mit Abstand der Top-Torjäger der 2. Bundesliga. Und wer es so weit gebracht hat, der hat sich auch für höhere Aufgaben empfohlen: Stuttgart, Mönchengladbach, Nürnberg, Kaiserslautern und selbst West Ham United aus der englischen Premier League beobachten den zu Saisonbeginn weithin unbekannten Angreifer, dessen Marktwert explodiert ist. "Bisher war es eine tolle Zeit hier in Paderborn", strahlt der im Sommer vom FC Thun aus der Schweiz gekommene Neuzugang.

Zwar hat der gebürtige Weißenfelser noch ein Jahr Vertrag bei den Blau-Schwarzen, doch dass er nächste Saison noch an der Pader spielt, glauben nicht einmal mehr hartgesottene SCP-Fans. 1,5 bis 2 Millionen Euro Ablöse scheint der 1,92 Meter große Rechtsfuß derzeit wert zu sein. Geld, bei dem auch sein mit ihm vollauf zufriedener Noch-Klub schwach werden dürfte - erst recht, wenn der erstmalige Aufstieg in die Eliteliga nicht gelingen sollte. "Natürlich ist es mein Traum, in der Bundesliga zu spielen. Jetzt schauen wir mal was passiert", wartet Proschwitz auf lukrative Angebote.

Noch aber fühlt er sich Paderborn eng verbunden, Chefcoach Roger Schmidt verdankt er viel: "Der Trainer hat mir immer vertraut, auch als ich mal sechs Spiele nicht getroffen habe. Andere Trainer hätten auch mal an mir gezweifelt, aber Roger Schmidt hat immer an mich geglaubt, das fühlt sich toll an", sagte er jüngst dem Sender Sport1.

Für die Paderborner ist es keine Überraschung, dass der in Hoffenheim, Fürth, beim HSV, in Wolfsburg und Hannover ausgebildete Stürmer so eingeschlagen hat. "Frühere Mitspieler von mir haben mir vor der Saison prophezeit, dass er viele Tore macht. Aber dass es so läuft, ist natürlich überragend", sagt der Ex-Paderborner Sebastian Schuppan. Für ihn ist es eine große Herausforderung, mit Dynamo dafür zu sorgen, dass Proschwitz seine tolle Bilanz vorerst nicht weiter ausbaut.

Die ist jetzt schon annähernd so gut wie jene Traumquote, die der Stoßstürmer mit einem Faible für den FC Bayern 2010/11 unter Trainer Pierre Littbarski beim FC Vaduz in der 2. Liga der Schweiz erreichte: 23 Tore in 29 Spielen. Damals platzte der Knoten bei Proschwitz, dem Dieter Hecking zuvor in Hannover keinen Profivertrag geben wollte. Als im Sommer 2011 sein fast schon sicherer Wechsel vom Erstligisten Thun zum Ligarivalen Luzern scheiterte, war auch der Wahl-Liechtensteiner Ralf Loose kurzzeitig an ihm dran: "Wir hatten auch mit ihm Kontakt, aber das hat sich schnell erledigt", erinnert sich der Dynamo-Trainer. Finanziell konnte der Aufsteiger mit den Paderbornern nicht mithalten.

Ob es sportlich inzwischen etwas besser aussieht, wird man morgen Abend gegen 19.45 Uhr wissen. Zuletzt verloren beide Mannschaften jedenfalls im Gleichklang auswärts mit vier Toren Unterschied. Allerdings erzielte Paderborn beim 1:5 in Fürth wenigstens ein Tor. Durch wen? Nick Proschwitz natürlich. Gegen Dynamo tat sich der Torjäger bislang aber immer schwer. Wie im Hinspiel ging er auch schon am 26. September 2007 in Dresden gegen die Schwarz-Gelben leer aus. Und beim 3:0 über den VfL Wolfsburg II spielte Proschwitz als Einwechsler nur eine Statistenrolle. Die Zeiten haben sich seitdem sehr geändert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.02.2012

Jochen Leimert

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