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Warum Jenny Elbe künftig ihre Haare hochsteckt

Leichtathletik Warum Jenny Elbe künftig ihre Haare hochsteckt

DSC-Dreispringerin Jenny Elbe wird künftig nicht mehr mit Zopf an den Start gehen, sondern eine andere Frisur wählen. Das soll ihr bessere Weiten garantieren – zumindest ein paar Zentimeter mehr.

Jenny Elbe hat sich vorgenommen, ihr langes blondes Haar bei Wettkämpfen hochzustecken.

Quelle: Archiv/soccerfoto

Dresden. Für DSC-Dreispringerin läuft der Countdown. In knapp drei Wochen fliegt die 26-Jährige nach Brasilien, am 13. August steigt in ihrer Disziplin der olympische Vorkampf in Rio. „Die Qualifikation zu überstehen, das ist erst einmal das wichtigste Ziel“, so die Dresdnerin, die nach der Europameisterschaft in Amsterdam (7. Platz) noch eine erstaunliche Erkenntnis gewonnen hat. „Unser Biomechaniker Luis Mendoza aus Frankfurt, der unsere Athleten schon länger begleitet und auch die Sprünge bei der EM analysiert hat, machte uns auf etwas aufmerksam“, berichtet Trainer-Vater Jörg Elbe. „Der zweite Finalsprung von Jenny wurde, genau wie der erste, mit 14,08 m vermessen. Allerdings hatten wir den Eindruck, dass er eigentlich weiter gewesen sein könnte. Und es stellte sich heraus, dass bei der Landung in der Sandgrube der Pferdeschwanz im Sand den Abdruck hinterließ, der am Ende auch ausschlaggebend für die Weite war. Luis Mendoza hat uns gezeigt, dass der Sprung ansonsten eigentlich 14,21 m weit gewesen wäre“, erläutert Jörg Elbe weiter.

Das hätte zwar keine bessere Platzierung gebracht, aber die DSC-Athletin hat daraus dennoch zwei wichtige Schlüsse gezogen: „Dafür, dass ich ja eigentlich durch die Erkältung ziemlich gehandicapt in den Wettkampf gegangen bin, war es also doch nicht so schlecht. Und das ist vor allem gut fürs Gemüt und für das Selbstvertrauen. Zudem werde ich nun in Zukunft bei jedem Wettkampf meine Haare hochstecken“, verrät sie lachend. Schließlich können auch kleine Details den Ausschlag geben, wie man sieht. Ihr ist das zum ersten Mal wiederfahren, aber wie sie herausfand, ist etwas Ähnliches Weitspringerin Nastassia Mironchyk 2011 bei der WM im südkoreanischen Daegu passiert. Die Weißrussin belegte mit 6,74 m den vierten Platz. „Auch bei ihr gaben die Haare bei diesem Versuch den Ausschlag. Eigentlich wäre ihr Sprung sogar 6,90 m weit gewesen und das hätte Gold bedeutet“, erzählt Jörg Elbe.

Nachdem die deutsche Meisterin Ende vergangener Woche in Hannover ihre Kleidung für die Spiele in Rio in Empfang genommen hat und dabei bei Jenny schon „Olympia-Feeling“ aufkam, arbeitet sie nun am Feinschliff für Brasilien. „Ab Sonnabend bin ich noch einmal eine Woche zur Vorbereitung beim Bundestrainer in Stuttgart. Wahrscheinlich gibt es dann am 29. Juli einen kleinen Testwettkampf in Mannheim. Danach bin ich bis zum Abflug nochmals zu Hause“, so der Plan von Jenny Elbe für die letzte Etappe vor der Reise an den Zuckerhut.

Von Astrid Hofmann

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