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Warum Dynamo noch nicht mit allen mithalten kann

Warum Dynamo noch nicht mit allen mithalten kann

Nach drei Niederlagen in Folge ist Dynamo Dresdens Vorsprung auf einen Abstiegsplatz auf fünf Punkte zusammengeschrumpft.

Dresden .

Dresden (DNN). Nach drei Niederlagen in Folge ist Dynamo Dresdens Vorsprung auf einen Abstiegsplatz auf fünf Punkte zusammengeschrumpft. Zweimal gingen die Schwarz-Gelben zuletzt sogar durch Zlatko Dedic mit 1:0 in Führung, konnten den Sack aber nicht zumachen, weil es ihnen in entscheidenden Momenten an Durchsetzungsvermögen mangelte. Eine Schwäche war dabei unübersehbar: "Wir haben die Spiele bei Luftkämpfen verloren. Das muss man ganz klar sagen", analysierte Trainer Ralf Loose.

Dafür dass seine Mannschaft auch vor den Pleiten in Düsseldorf (1:2), gegen Aue (1:2) und nun auf St. Pauli (1:3) nicht immer auf der Höhe war, hatte er eine einfache Erklärung: "Das ist darauf zurückzuführen, dass wir einfach kleinere Spieler haben - in gewissen Bereichen." Einen Fabian Boll (1,91 Meter), der per Kopf ungehindert das 1:1 in Hamburg erzielen konnte, hätte er auch gern in seinen Reihen. Oder einen Marius Ebbers (1,92 Meter), der das 3:1 für St. Pauli allerdings per Fuß erzielte. Kompakte und schlitzohrige Typen wie Düsseldorfs Sascha Rösler, der vor Ranisav Jovanovics 2:1-Siegtor "den Verteidiger weggedrückt hat, um den Schützen freizusperren", bereiten Looses Mannschaft zu oft Probleme. Da fehle es neben körperlicher Präsenz auch an taktischer Reife, glaubt der Trainer.

Der 48-Jährige weiß aber auch: "Das sind Dinge, die wir nicht über Nacht beheben können." Wenn Leistungsträger wie der kopfballstarke Stürmer Mickael Poté (in Hamburg) und der ballsichere Stratege Cristian Fiel (in Düsseldorf und Hamburg) ausfallen oder nicht hundertprozentig fit in die Partie gehen wie Kapitän Fiel gegen Aue, dann wird es eng für Dynamo.

Loose zeigte sich trotzdem erfreut, dass seine Mannschaft - abgesehen vom Heimauftritt gegen die "Veilchen" - meist an ihre Leistungsgrenze ging. Dass das nicht immer reicht, ist für ihn nicht ungewöhnlich: "Man muss auch die Klasse der 2. Liga akzeptieren, dass da anderes Niveau um die Ecke kommt als in der 3. Liga."

Für Sportchef Steffen Menze war es ebenso bitter, aber auch nicht so überraschend, dass Dynamo zum vierten Mal in dieser Saison nach einer Führung (Cottbus, Ingolstadt, Aue und St. Pauli) am Ende leer ausging: "Das hat mit Cleverness und einem Schuss weit mit Qualität zu tun." St. Paulis Coach André Schubert, mit dem er den Fußballlehrer machte, beneidet er schon etwas um dessen Spielerreservoir: "Da waren noch drei Spieler auf der Bank, die wahrscheinlich bei jedem anderen Verein Stammspieler sein würden, aber nicht mehr eingewechselt werden konnten. Wir sind da nicht ganz so weit oben angesiedelt mit unseren Möglichkeiten, werden aber das Beste daraus machen."

Das wünscht sich auch Dynamos Vizekapitän Robert Koch, damit das Abstiegsgespenst zu Weihnachten einen Bogen um Dresden macht: "Wir haben jetzt zwei Heimspiele, fahren dann nach Rostock zu einem unmittelbaren Gegner - da musst du auf alle Fälle punkten."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.11.2011

Jochen Leimert

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