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Warum Dynamo-Kapitän Fiel gern in die Wuhlheide zurückkehrt

Warum Dynamo-Kapitän Fiel gern in die Wuhlheide zurückkehrt

Am Sonnabend (13 Uhr) steigt in der Berliner Wuhlheide der Ostklassiker Union gegen Dresden. Für Dynamo-Kapitän Cristian Fiel (32) wird es ein besonderes Spiel.

Der Spanier bestritt zwischen 2001 und 2003 schon 48 Zweitliga-Spiele für die "Eisernen", schoss acht Tore und schnupperte Europacup-Luft.

Frage: Vor zehn Jahren spielten Sie unter einem Kapitän namens Steffen Menze noch bei Union. Sind Sie dem Klub nach so langer Zeit noch irgendwie verbunden?

Fiel: Außer Torwart Jan Glinker, der damals seine ersten Trainingseinheiten mitgemacht hat, ist keiner von den Spielern mehr da. Aber Zeugwart, Physio und die Wäschefrau sind geblieben. Ich habe schon oft betont, dass Union etwas Besonderes für mich war. Ich komme gern dorthin zurück.

Was ist das Besondere an diesem Klub?

Das Flair ist was Besonderes, die Fans sind es genauso. Da kommt vieles zusammen. Ich war damals das erste Mal weg von Zuhause, wir waren erfolgreich, haben Uefa-Cup und eine super Runde in der 2. Liga gespielt. Das Gesamtpaket ist etwas Unvergessliches für mich.

Haben Sie noch Devotionalien aus dieser Zeit aufgehoben?

Ich habe brutal viele Erinnerungsstücke. Ich habe von allen Vereinen, bei denen ich war, noch Trikots. Von Union habe ich noch mein erstes Uefa-Cup-Trikot aufgehoben.

Wann waren Sie das letzte Mal an der Alten Försterei?

Als ich mit Alemannia Aachen dort gespielt habe. Das muss in meinem letzten Alemannia-Jahr gewesen sein (Am 21. März 2010 gab es ein 0:0./d. Red.). Nach sechs Jahren wieder dahin zu kommen, war sehr emotional, wunderschön für mich.

Waren Sie als Zuschauer mal in der umgebauten Arena?

Nein, noch nie. Ich war mal bei einem Abschiedsspiel eines alten Mitspielers da. Die neue Tribüne habe ich dabei gesehen, die war da schon fertig.

Ihre Familie lebt in Berlin. Werden Sie dort noch erkannt, wenn Sie spazieren gehen?

Meine Familie lebt jetzt seit Mai letzten Jahres mit mir in Dresden. Gott sei Dank! Ein Jahr Trennung war schlimm genug. Deswegen bin ich kaum noch an der Spree. Über Facebook halte ich aber noch Kontakt zu vielen, die sich in Berlin gern an mich erinnern und an die ich mich gern erinnere.

Im Hinspiel waren Sie gesperrt, beim 3:1 gegen Fürth nur Einwechsler. Haben Sie diese Woche noch ein paar Prozente im Training draufgepackt, um in Berlin vielleicht länger zu spielen?

Wer mich kennt, weiß, dass ich in jedem Training versuche, mein Bestes zu geben. Ich bereite mich so vor, als würde ich spielen. Aber wer das Spiel am Freitag gesehen hat und unseren Trainer kennt, weiß: Da wird sich nicht viel ändern. Das wäre auch schwer zu begründen.

Kann man die "Eisernen" denn noch einmal so überraschen wie am 12. August beim 4:0-Heimsieg?

Wir müssen wissen, was auf uns zukommt. Ich glaube nicht, dass die Unioner sagen: Dresden, das war ein schöner Ausflug. Ein 0:4 für sie gab es in dieser Saison nur einmal. Sie brennen bestimmt darauf, das wiedergutzumachen.

Dynamo hat seit 1998 nicht mehr in Köpenick gewonnen. Ist die aktuelle Mannschaft stark genug, Union in einer Saison gleich zweimal zu schlagen?

Wir wissen, dass Union zu Hause stark ist, ein super Publikum besitzt. Wir wissen aber auch, dass wir gut in die Rückrunde gestartet sind. Warum sollte es uns nicht gelingen, da etwas mitzunehmen?

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.02.2012

Interview: Jochen Leimert

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