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Warum David Solga die Hinrunde bei Dynamo Dresden am liebsten vergessen würde

Warum David Solga die Hinrunde bei Dynamo Dresden am liebsten vergessen würde

Bislang ist es nicht die Saison des David Solga. Zwar hat der Dortmunder Mittelfeldspieler in Diensten von Dynamo Dresden elf Einsätze bestritten, aber davon neun nur als Einwechsler.

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Dynamos David Solga (r. im Duell mit Lauterns Idrissou) brennt auf die Rückrunde.

Dresden. Dresden. Bislang ist es nicht die Saison des David Solga. Zwar hat der Dortmunder Mittelfeldspieler in Diensten von Dynamo Dresden elf Einsätze bestritten, aber davon neun nur als Einwechsler. Etwas wenig für einen, der vergangene Saison noch Stammspieler war. Kein Wunder, dass Solga in der am Sonnabend (13 Uhr) gegen Bochum beginnenden auf Besserung hofft.

"Ich hätte gern mehr gespielt, aber ich bleibe dran, gebe Gas", steckt der 30-Jährige den Kopf nicht in den Sand. "Wir haben jeden Tag Training. Die anderen Spieler, die ebenfalls nicht spielen, versuchen sich da anzubieten. Das tue ich auch - das ist das, was man machen kann", geht er mit der Situation professionell um.

Fehlte Solga vergangene Saison nur ein einziges Mal in einem Punktspiel wegen eines Magen-Darm-Infekts, so musste der Westfale in dieser Saison damit klarkommen, dass er auf der Doppelsechs kaum noch erste Wahl war. Erst war er in der Vorbereitung gehandicapt, weil er sich zuvor im Ägypten-Urlaub bei einem Sturz im Bad das Nasenbein gebrochen hatte, dann lief es auch in der Liga alles andere als rund für ihn. Wenn er in der Anfangself stand, verlor Dynamo (1:3 gegen Lautern, 0:2 gegen Union). Und als er beim 0:2 in Cottbus in der 74. Minute eingewechselt wurde, musste er nach drei Minuten mit Gelb-Rot wegen wiederholten Foulspiels gleich wieder vom Feld.

"Das war schon verrückt, als ich plötzlich in der Kabine saß und dachte: Mensch, vor vier Minuten hast du dich noch aufgewärmt!", erinnert sich Solga ungern an den ersten Platzverweis seiner Karriere. Es war eine harte, umstrittene Entscheidung gegen ihn, deren Vorgeschichte ihn bis heute ärgert: "Vielleicht hätte ich da nicht so hingehen, lieber abwarten sollen."

Sollte er am Sonnabend gegen Bochum kicken - sein Konkurrent Anthony Losilla fehlt wegen seiner Rotsperre vom 0:0 in Regensburg -, wird er seinen Stil aber nicht auf körperloses Spiel umstellen: "Wenn man zu vorsichtig in die Zweikämpfe geht, dann wird das sicher nicht gut werden." Gegen den VfL erwartet er eine ähnlich enge Partie wie beim 1:2 im Hinspiel: "Beide Mannschaften stehen mit dem Rücken zur Wand, müssen punkten. Wer da mutiger spielt, mehr Zweikämpfe für sich entscheidet, wird gewinnen." Vier Punkte bis zur Winterpause hält Solga für machbar und sieht sie als gute Basis für einen entspannten Weihnachtsurlaub an, den er mit Ehefrau Jessica diesmal bei der Familie in Dortmund verbringen möchte.

Im Januar will der Ex-Borusse den Kampf um einen Stammplatz dann erneut aufnehmen, sich für einen neuen Vertrag empfehlen: "Ich fühle mich in Dresden richtig wohl, meine Frau auch. Wenn es auch sportlich passt, würde ich gern hier bleiben."

Jochen Leimert

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.12.2012

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