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Warum Beuchel Dynamo gegen Cottbus besonders fest die Daumen drückt

Warum Beuchel Dynamo gegen Cottbus besonders fest die Daumen drückt

Für René Beuchel ist klar: "Das Spiel am Sonntag muss gewonnen werden - egal wie." Warum sich Dynamo Dresden gegen Energie Cottbus besser keinen Punktverlust erlauben sollte, das weiß der frühere Dresdner Profi aus eigener, leidvoller Erfahrung.

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René Beuchel (3.v.l.) brach sich 2006 in Cottbus eine Rippe. Dr. Sigurd Hegner (vorn re.) behandelt ihn, Lars Jungnickel (re. verdeckt) schaut zu.

Quelle: Dehli-News / Frank Dehlis

Beuchel stand am 3. Mai 2006 auf dem Platz, als Dynamo am drittletzten Spieltag vor 17 000 Fans in Cottbus nur ein 0:0 schaffte und dann trotz zweier 3:1-Siege gegen LR Ahlen und bei Hansa Rostock mit 41 Punkten aus der 2. Bundesliga absteigen musste.

Die Partie im Stadion der Freundschaft war für Beuchel doppelt bitter, denn sie war schon sein letztes Zweitliga-Spiel. "Ich habe mir nach einem ziemlich unorthodoxen Foul von Lars Jungnickel eine Rippe gebrochen. Ich bin zur Halbzeit raus, Peter Pacult hat mich gefragt, ob es noch geht, aber es ging nicht mehr", erinnert sich Beuchel noch gut. Neben den üblen Schmerzen sind bei ihm vor allem die in diesem Spiel vergebenen Chancen haften geblieben. Die größte Möglichkeit versemmelte Christian Hauser nach einem Zuspiel Dexter Langens, als er freistehend Steffen Baumgart anschoss (74.). "Ich weiß noch, wie ,Dex' bei einem Konter rechts abging, den Ball schön quer in die Mitte spielte, aber Hauser hat ihn sechs, acht Meter vor dem Tor verhauen", so Beuchel, damals Kapitän. Hauser wusste selbst am besten, was er verzapft hatte: "Den hätte ich machen müssen."

Was die Dresdner in Cottbus nur böse ahnen konnten, das trat ein: Die zwei Punkte fehlten am Ende zum Klassenerhalt. Energie stieg indes mit dem jungen Sebastian Schuppan als Tabellendritter auf. "Wir waren damals eine richtig geile Truppe. Wir haben zusammengehalten, hatten keine Stinker dabei", erinnert sich Jungnickel, der 2007 zu Dynamo zurückkehrte und jetzt in der 2. Mannschaft kickt. Dass er Beuchel einst bewusst aus dem Spiel genommen habe, bestreitet er: "Das war keine Absicht."

2013 hat Energie den Aufstieg schon verspielt, doch dass die Lausitzer Dynamo etwas schenken, glaubt Jungnickel nicht: "Ich denke, dass die sich hier ordentlich präsentieren werden. Manager Christian Beeck, mit dem ich noch zusammengespielt habe, wird schon dafür sorgen." Wie Jungnickel hofft Beuchel, dass sich Dynamo mit den Fans im Rücken dennoch durchsetzt, wenngleich die Mannschaft im Winter nicht so wie 2006 (damals mit Ulich, Wagefeld, Votava und Pergl) verstärkt wurde. "Wir haben damals in der Rückrunde nicht umsonst 28 Punkte geholt, die haben wir jetzt fünf Spiele vor Schluss", so der Ex-Profi, der momentan im Nachwuchsleistungszentrum arbeitet und Ralf Hauptmann bei der Dynamo-Fußballschule hilft. Wie Jungnickel, der selbst ein Spiel hat, kommt Beuchel am Sonntag nicht ins Stadion: "Das letzte Mal war ich gegen Köln da, das hat kein Glück gebracht." Wer das entscheidende Tor für Dynamo schießt, ist ihm im Prinzip egal, gönnen würde er es aber Pavel Fort.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.04.2013

Jochen Leimert

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