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Walter Simon ist die Nummer eins bei den Fans

Basketball Walter Simon ist die Nummer eins bei den Fans

Die Anhänger der Dresden Titans haben ihre Wahl getroffen – und sie fiel eindeutig aus: Walter Simon ist ihr Spieler der Saison. Er gewann die Umfrage mit 42 Prozent der Stimmen, gefolgt von Randal Holt und David Sturner.

Walter Simon machte bisher im Schnitt 13,1 Punkte für die Dresden Titans.

Quelle: Archiv/Manig

Dresden. Er spielte vielleicht nicht immer am spektakulärsten, aber ohne ihn wären die Titans in der abgelaufenen Saison sicher nicht bis ins Play-off-Halbfinale der 2. Basketball-Bundesliga Pro B vorgedrungen: Walter Simon war stets eine Bank im Team der Dresdner Korbjäger. Den bedingungslosen Einsatz des Power Forwards über die gesamte Spielzeit hinweg honorierten die Fans, indem sie den 26-Jährigen zum wertvollsten Spieler der Saison kürten. Fast 1000 Anhänger des Pro-A-Aufsteigers beteiligten sich an der Wahl zum „MVP“ (Most Valuable Player), 42 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen auf den gebürtigen Dresdner. Damit verdrängte der 2,02 Meter große Flügelspieler den erst zur Rückrunde gekommenen Randal Holt (22 Prozent) und Center David Sturner (10) auf die Plätze.

Aus Sicht von Titans-Geschäftsführer Peter Krautwald bewiesen die Anhänger mit ihrem Votum ein feines Gespür: „Walter erhält diese Auszeichnung verdient. Er ist einer der leisen Stars in unserer Mannschaft, der alles fürs Team gibt und auch für unseren Nachwuchs ein Vorbild ist.“ Wer in den letzten Monaten gesehen hat, wie Simon um jeden Ball kämpft und in den Duellen mit seinen Gegnern auch Schmerzen in Kauf nimmt, der weiß, wie sehr er seinen Sport liebt. Der Ex-Weißenfelser, der im vergangenen Sommer von den Chemnitz 99ers heimgekehrt war, zählte aber nicht nur zu den kampfstärksten und stabilsten Spielern der „Titanen“, sondern auch zu den effektivsten: Mit durchschnittlich 13,1 Punkten und sechs Rebounds war er einer der Leistungsträger. Wer weiß, ob die Mannschaft von Trainer Steven Clauss nicht vielleicht sogar ins Play-off-Finale eingezogen wäre, wenn Simon in den beiden Halbfinalpartien gegen die Fraport Skyliners Juniors nicht wegen einer Sprunggelenksverletzung gefehlt hätte.

Simon freute sich sehr über die Anerkennung der Fans, die in dieser Spielzeit so zahlreich wie noch nie in die Margon-Arena gekommen waren. Allein 8088 waren es in den drei Play-off-Heimspielen. Als echter Mannschaftsspieler ohne Starallüren wollte Simon die Ehre aber nicht allein für sich in Anspruch nehmen. „Das ist für mich eine ganz besondere Auszeichnung, über die ich mich unglaublich freue und die ich gern mit meinen Mannschaftskollegen teile“, sagte der Publikumsliebling. Topscorer war er zwar nur selten, doch dafür punktete er zuverlässig und meist zweistellig. Sein vielleicht bestes Saisonspiel machte er am 10. Januar im Sachsenderby gegen die Uniriesen aus Leipzig. Neben 16 Punkten steuerte er beim Einstand von Clauss neun Rebounds, sechs Assists und drei Steals zum phänomenalen 118:79-Heimsieg bei. Die meisten Punkte in einem Spiel warf er am 5. Dezember beim 82:77 gegen die Saarlouis Royals: 24 Zähler steuerte er damals – noch unter dem alten Trainer Thomas Krzywinski – zum Tagesergebnis bei.

Während Krzywinski in der neuen Saison seinen und Simons Ex-Verein in Leipzig betreuen wird, darf sich der Musterprofi mit den Titans in der zweithöchsten deutschen Spielklasse versuchen. Sein im letzten Jahr geschlossener Vertrag gilt auch noch für die neue Spielzeit. Weil die Titans-Verantwortlichen von Beginn an restlos von Simons außergewöhnlichen Fähigkeiten überzeugt waren, hatten sie ihm als erstem Spieler in der Vereinsgeschichte einen Profivertrag über zwei Jahre gegeben. Eine Entscheidung mit Weitblick. Eine, über die Walter Simon glücklicher denn je ist: „Wenn uns einer vor der Saison erzählt hätte, dass wir aufsteigen und vor 3000 Fans spielen, hätte das wohl keiner geglaubt. Aber es zeigt, dass hier etwas ganz Besonderes in Dresden entsteht. Nach Chemnitz und Leipzig freue ich mich riesig, jetzt auch in meiner Heimatstadt Pro A spielen zu können.“

Von Jochen Leimert

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