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Waibl-Team verpasst die Sensation

DSC-Volleyball Waibl-Team verpasst die Sensation

Diesmal ist den DSC-Volleyballerinnen die Überraschung nicht gelungen. Der deutsche Meister musste sich im fünften Spiel der Champions League vor 3000 Zuschauern in der ausverkauften Margon Arena dem polnischen Star-Ensemble von Impel Wroclaw geschlagen geben

Louisa Lippmann vom Dresdner SC versucht, den Breslauer Block mit Agnieszka Kakolewska (l.) und Katarzyna Dolata zu überwinden.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Diesmal ist den DSC-Volleyballerinnen die Überraschung nicht gelungen. Der deutsche Meister musste sich im fünften Spiel der Champions League vor 3000 Zuschauern in der ausverkauften Margon Arena dem polnischen Star-Ensemble von Impel Wroclaw mit 1:3 (23:25, 27:29, 25:15, 19:25) geschlagen geben. Damit konnte das Waibl-Team den 3:2-Sieg aus dem Hinspiel nicht wiederholen und muss jetzt um den Einzug in die Play-offs der Königsklasse zittern. Zwar bleiben die Elbestädterinnen mit drei Siegen und zwei Niederlagen noch auf Platz zwei, doch Wroclaw (Breslau) kann mit einem Sieg im letzten Gruppenspiel von Pool E noch am DSC vorbeiziehen.

Eine Hiobsbotschaft gab es vor der Partie: Lisa Izquierdo stand überhaupt nicht im Kader. Die Knieprobleme, mit denen sich die 21-Jährige schon länger plagt, haben sich verschlimmert. "Ich konnte gar nicht trainieren, die Schmerzen waren zu groß", so die Außenangreiferin, die heute zur MRT-Untersuchung muss, um Klarheit zu bekommen.

Die Dresdnerinnen starteten etwas verhalten ins Spiel, leisteten sich einige Wackler in der Annahme und auch Fehler im Angriff. Dagegen agierten die Gäste sehr konzentriert, hatten sich nach der Hinspielniederlage diesmal besser auf den Gegner eingestellt. Schon Mitte des ersten Durchgangs musste Trainer Alexander Waibl den ersten Wechsel vornehmen, brachte für Kristina Mikhailenko auf der Diagonalen Louisa Lippmann. Und die 21-Jährige fand hervorragend in die Partie, konnte den Ball im Angriff immer wieder im gegnerischen Feld unterbringen. So kämpfte sich der DSC langsam ins Spiel und schaffte beim 20:20 den Ausgleich.

Doch in der Schlussphase bewiesen die Gäste starke Nerven. Im zweiten Abschnitt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beim 13:12 kam Katharina Schwabe für Dani Mancuso aufs Feld und sorgte noch einmal für mehr Stabilität und frischen Wind im Angriff. In der spannenden Schlussphase konnten die Dresdnerinnen drei Satzbälle nicht nutzen, stattdessen verwandelte die US-Amerikanerin Kristin Hildebrand die zweite Möglichkeit für Impel.

Trotz des 0:2-Satzrückstandes gaben die Waibl-Damen nicht auf, führten im dritten Abschnitt schnell mit 4:0. Zwar schmetterten sich die Gäste wieder heran, aber diesmal ließ sich der deutsche Meister den Satzgewinn nicht nehmen. Doch im vierten Akt legte Impel Wroclaw noch einmal zu. Vor allem gegen die Star-Spielerinnen Kristin Hildebrand und Katarzyna Skowronska-Dolata, die beide mit 22 Zählern erfolgreichste Punktesammlerinnen waren, fanden die DSC-Damen kein Mittel. Nach insgesamt 121 Minuten verwandelten die Polinnen durch einen Aufschlagfehler des DSC den zweiten Matchball zum verdienten Sieg. Bei den Gastgeberinnen avancierte die sehr gut aufgelegte Louisa Lippmann mit 19 Punkten zur besten Scorerin. "Wir haben diesmal in der Abwehr zu viel durchgehen lassen. Ärgerlich war vor allem, dass wir den zweiten Satz nicht für uns entschieden haben", meinte die Nationalspielerin nach der Niederlage. Das sah auch Trainer Alexander Waibl als Schlüssel: "Block- und Feldabwehr haben den Unterschied gemacht. Da war der Gegner uns deutlich überlegen." Doch viel Zeit bleibt den DSC-Damen jetzt nicht, schon am Sonnabend geht es mit dem Spitzenspiel in der Bundesliga gegen Schwerin weiter.

Der Deutsche Volleyball-Verband hat die Anfangszeit für das Pokalfinale am 28. Februar auf 14.05 Uhr festgelegt. Die Partie des DSC gegen MTV Stuttgart überträgt Sport1 ebenso live wie das sich anschließende Männer-Endspiel zwischen Bühl und Berlin.

Astrid Hofmann

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