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Wahrt Dynamo seine weiße Weste?

Wahrt Dynamo seine weiße Weste?

Obwohl Dynamo Dresden zuletzt dreimal in Folge verloren hat, ist das rettende Ufer noch in Reichweite. Nur zwei Punkte liegen die Schwarz-Gelben hinter dem Tabellen-15. VfL Bochum, der heute Erzgebirge Aue zum heißen Kellerduell erwartet.

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Beim letzten Heimspiel gegen die St. Paulianer köpfte Robert Koch das 1:0-Siegtor für Dynamo. Der Hamburger Torhüter Philipp Tschauner konnte den wuchtigen Ball ins linke Eck nicht mehr abwehren.

Quelle: soccerfoto.de

Patzen die zu Hause schwächelnden Ruhrpott-Profis (nur drei Siege), dann könnten die Dynamos morgen "über dem Strich" landen - wenn sie selbst endlich den fünften Heimsieg klarmachen. Glaubt man der Statistik, dann schlägt um 13 Uhr mit dem FC St. Pauli genau der richtige Gegner im ausverkauften Glücksgas-Stadion auf.

Noch nie haben die Kiezkicker vom Hamburger Millerntor in der Partnerstadt an der Oberelbe etwas gerissen. Dreimal waren die Braun-Weißen bei Dynamo zu Gast - und jedes Mal fuhren sie mit leeren Händen wieder elbabwärts. Dem Kultklub von der Reeperbahn gelang dabei noch nicht einmal ein Tor. Im vorigen Jahr unterlag die damals noch von Andre Schubert trainierte Pauli-Truppe vor 29 200 Zuschauern mit 0:1 (0:0). Robert Koch avancierte in der 54. Minute mit einem Kopfballtor nach Zuspiel von Sebastian Schuppan zum Helden und versetzte den Aufstiegshoffnungen der Gäste am vorletzten Spieltag einen herben Dämpfer.

Aufsteigen können die Hanseaten in dieser Saison nicht mehr - 13 Punkte liegen sie schon hinter dem Tabellendritten aus Köln zurück. Hätte ihr Rambo-Torwart Philipp Tschauner am Montag nicht noch kurz vor ultimo das 2:2 gegen den SC Paderborn geköpft, wären es gar 14 Zähler gewesen. Schon die gesamte Saison hinweg müssen die Hamburger eher nach unten schauen - besser als Platz elf standen sie nie. Immerhin könnten sie bei einem Sieg an der Lennéstraße ihren Neun-Punkte-Vorsprung auf Dynamo so ausbauen, dass sie ihre längst begonnenen Planungen für das nächste Zweitliga-Jahr forcieren könnten.

SGD-Sportchef Steffen Menze wäre gern in solch einer vergleichsweise komfortablen Position, mit einem Sieg morgen würde manch interessanter Spieler immerhin weiter ans Handy gehen, wenn er anruft. Dynamos Profis haben die Nase voll von Komplimenten des Gegners, wollen endlich ein Erfolgserlebnis erzwingen. "Ich kann es nicht mehr hören, dass wir gut gespielt haben. Mir wäre jetzt ein dreckiger Sieg lieber", sagte Linksverteidiger Sebastian Schuppan nach dem 1:2 in Braunschweig.

Auch Filip Trojan ist angesichts der Misere zunehmend gefrustet und wollte vor dem Gastspiel gegen seinen Ex-Klub gestern nicht groß herumpalavern: "Wir sollten aufhören, soviel zu reden. Wir müssen endlich auf dem Platz Taten sprechen lassen. Wir brauchen endlich Punkte." Der Tscheche, der es zwischen 2007 und 2009 auf 46 Zweitliga-Einsätze und zehn Tore für St. Pauli brachte, half zuletzt als hängende Sturmspitze aus und hofft auf sein erstes Tor seit dem 29. Oktober 2011. Damals traf er beim 5:1 gegen Karlsruhe.

Ein Schützenfest ist diesmal aber nicht zu erwarten - jeder Dynamo-Fan wäre schon froh, wenn am Ende wie 2012 ein 1:0 auf der Anzeigetafel stehen würde. Die Katastrophe vom Hinspiel sollte sich keinesfalls wiederholen. Am 28. Oktober führten die Dresdner nach Toren von Idir Ouali und Mickaël Poté schon mit 2:0, wurden dann aber noch abgefangen und verloren 2:3. Poté und Vujadin Savic fehlen diesmal verletzt, dafür sind die im Herbst gesperrten Koch und Romain Brégerie wieder einsatzfähig.

Brégerie könnte morgen übrigens einen neuen (alten) Partner in der Innenverteidigung bekommen. Trainer Peter Pacult zog gestern im Training probehalber Anthony Losilla vor ins Mittelfeld, Florian Jungwirth rückte für ihn ins Abwehrzentrum. Cheikh Gueye stünde auch morgen als Rechtsverteidiger bereit, der Senegalese war seit seiner Nichtberücksichtigung in Braunschweig immer pünktlich beim Training.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.04.2013

Jochen Leimert

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