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WBA-Champion Jürgen Brähmer boxt in Dresden

WBA-Champion Jürgen Brähmer boxt in Dresden

Beide verstehen sich gut, unterhalten sich freundlich. Sie trainierten viele Male zusammen, kennen sich aus gemeinsamen Jahren im einstigen Stall Universum Box-Promotion.

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Jürgen Brähmer (l.) und Konni Konrad zeigten gestern auf dem Balkon des Italienischen Dörfchens schon mal ihre Fäuste.

Quelle: Sebastian Kahnert, dpa

Doch am 5. September wollen Weltmeister Jürgen Brähmer und Herausforderer Konni Konrad in Dresden nur noch die Fäuste sprechen lassen. Dann stehen sie im Hauptkampf des Abends um den WBA-Titel im Halbschwergewicht in der Energieverbund-Arena gegeneinander im Ring.

Es wird Brähmers zweiter Auftritt in der sächsischen Landeshauptstadt - an seinen ersten hat er noch gute Erinnerungen. Am 7. März 2009 holte er sich durch einen Sieg nach Technischem K. o.gegen den Franzosen Rachid Kanfouah den damals vakanten EBU-Europameistertitel. Dies war für den Schweriner der Beginn einer laufenden Serie von nunmehr 15 Profisiegen. "Die Halle hat gebebt. Es war immer mein Wunsch, hier noch mal den WM-Titel zu verteidigen", so Brähmer gestern vor Medienvertretern im Italienischen Dörfchen.

Doch der 36-jährige gebürtige Stralsunder weiß: "Auf unserem Niveau sind alle Boxer gut. Der Sieg ist tagesformabhängig. Ich muss auf den Punkt genau fit sein, will noch besser vorbereitet sein als beim letzten Kampf." Den hatte er im März in Rostock gegen seinen starken Landsmann Robin Krasniqi gewonnen. Derzeit trainiert Brähmer bei seiner Familie in Schwerin für das erneute deutsche Duell. Im August absolviert er dort ein Trainingslager, zudem macht er sich eine Woche im Bundesleistungszentrum Kienbaum in Brandenburg fit, bevor es in die Sparringsphase geht. Alltagsgeschäft für den Weltmeister.

Für seinen Gegner Konni Konrad ist es dagegen der Kampf seines Lebens. "Ich hatte schon als kleiner Junge das Ziel, Weltmeister zu werden. Ich freue mich, dass ich die Chance bekomme", berichtet der Herausforderer. Seinen Job bei der Kölner Müllabfuhr hatte der 29-Jährige erst 2013 zugunsten seiner Box-Karriere aufgegeben. Mittlerweile stehen bei dem einstigen Junioren-Weltmeister 21 Siege, ein Remis und eine Niederlage zu Buche, die WBA führt ihn auf Platz zwölf ihrer Weltrangliste. "Konni ist ein Fighter, Jürgen ein Boxer. Da müssen wir uns etwas einfallen lassen. Aber wir haben eine Chance", schätzt Konrads Co-Trainer Özkan Cattikas ein.

"Ich sehe die Sache ganz sportlich. Der Bessere soll gewinnen. Ich versuche, den Gürtel nach Köln zu holen", verspricht Konni Konrad. Ein schwieriges Unterfangen für den Außenseiter, der vor dem Kampf auch nur zweite Wahl war. Denn das vom Sauerland-Stall geplante Duell von Brähmer mit dem Engländer Nathan Cleverly platzte. "Sein Promoter und Cleverly waren einverstanden, aber in letzter Minute kam ein Sinneswandel. Er will lieber in den USA boxen und hat deshalb abgesagt", sagt Sauerland-Event-Geschäftsführer Christian Meyer.

"Jürgen wird von Kampf zu Kampf besser, ihm gehen einige aus dem Weg. Viele sind nicht bereit, ihre Position in der Rangliste aufs Spiel zu setzen", sucht Brähmers Trainer Karsten Röwer nach Erklärungen. Wenn Brähmer den Kampf gegen Konrad gewinnt, werde man sich erneut an Cleverly wenden.

Karten für den Abend, an dem auch Tyron Zeuge in Dresden boxen wird, gibt es ab 20 Euro im Internet unter www.tickethall.de

Stefan Schramm

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