Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Vorfreude auf "Hammer"-Spiel - Dynamo-Gegner West Ham United in Dresden angekommen

Vorfreude auf "Hammer"-Spiel - Dynamo-Gegner West Ham United in Dresden angekommen

Die "Hammers" sind da. Mit zwei Stunden Verspätung ist der Mannschaftsbus von Dynamos Testspielgegner West Ham United gestern vor das Maritim Hotel gerollt, abends gab es im Ostra-Gehege das erste Training.

Dresden .

Von Uwe Hofmann

Dresden (DNN). Die "Hammers" sind da. Mit zwei Stunden Verspätung ist der Mannschaftsbus von Dynamos Testspielgegner West Ham United gestern vor das Maritim Hotel gerollt, abends gab es im Ostra-Gehege das erste Training. Ein defektes Flugzeug hatte den Premiere-League-Aufsteiger beim Abflug in London-Stansted ausgebremst. Ein Ereignis, von dem man sich nicht die Laune verderben lassen muss, wie Co-Trainer Neil McDonald beweist. Man habe einen sehr guten Flug gehabt, verkündete er mit reichlich Gelassenheit in der Hotel-Lobby. "Very British" eben.

Genau so lässt sich der Verein beschreiben. Als FA-Cup-Finalist gegen die Bolton Wanderers hat er 1923 das alte Wembley-Stadion eingeweiht. Als 1966 die englische Mannschaft in diesem englischen Heiligtum ihren einzigen Weltmeisterschafts-Titel feierte, standen drei der Protagonisten bei West Ham unter Vertrag: Kapitän Bobby Moore sowie die beiden Torschützen Geoff Hurst und Martin Peters. Drei Mal konnte der Verein aus dem Osten Londons den FA-Cup gewinnen, den Europapokal der Pokalsieger haben die Hammers 1965 mit einem 2:0 gegen 1860 München geholt. Spielort? Natürlich Wembley. Wer an die Glanzzeit des englischen Fußballs in den 1960er Jahren denkt, kommt an West Ham nicht vorbei. Vermutlich ein Grund, warum die Queen zu den Anhängern zählt, wie McDonald bestätigt.

Heute ist der Verein von diesen Erfolgen weit entfernt. Immerhin: Nach dem Absturz aus der Premiere League im Jahr 2011 hat das Team als dritter der zweiten Liga die direkte Rückkehr geschafft. Dabei ist die eigene Nachwuchsarbeit die große Stärke. "Wir haben eine lange Tradition, junge Spieler hervorzubringen", sagt McDonald. Eine Untertreibung, kommen doch viele Stützen der englischen Nationalmannschaft aus West Hams Fußballinternat (siehe Kasten), weshalb der Klub auf der Insel den Spitznamen "Academy of Football" trägt.

Gut möglich also, dass am Freitag im Glücksgas-Stadion ein kommender Star auflaufen wird. "Wir freuen uns auf ein Spiel in einem modernen Stadion vor einem großen Publikum", sagt der Co-Trainer über den Test. Dynamo sei ebenfalls eine Traditionsmannschaft und spiele wie alle deutschen Mannschaft technischen und gut strukturierten Fußball. "Englische Mannschaften spielen ähnlich, nur ein bisschen schneller." Am Mittwoch wollen die "Hammers" das schon in Erfurt unter Beweis stellen, am Sonntag treten sie außerdem bei Energie Cottbus an.

Selbst hätte der Klub auch gern so einen Fußball-Tempel wie Dresden. Schon 2010 hat er Interesse an der Übernahme des olympischen Stadions angemeldet und wird wohl vom altehrwürdigen Upton Park umziehen, in dem der Klub seit 1904 spielt. Mit "überwältigender Wahrscheinlichkeit" werde West Ham künftiger Pächter sein, hatte Londons Bürgermeister Boris Johnson verkündet. Die Nachwuchsschmiede bekommt ein neues Schmuckkästchen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.07.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr