Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Google+
Volleyballerinnen des Dresdner SC sind gegen Baku chancenlos

Volleyballerinnen des Dresdner SC sind gegen Baku chancenlos

Die Überraschung blieb auch im zweiten Gruppenspiel der Champions League aus. Wie schon bei Fenerbahce Istanbul verloren die Volleyballerinnen des Dresdner SC das erste Heimspiel in der europäischen Königsklasse gegen Rabita Baku glatt mit 0:3 (22:25, 19:25, 21:25) Sätzen.

Dresden .

Von Astrid Hofmann

Vielleicht hätten die Elbestädterinnen den ersten Satzgewinn erkämpfen können, doch sie machten sich phasenweise das Leben mit einigen leichten Fehlern selbst schwer.

Gleich zu Beginn brachte ein Aufschlagserie der serbischen Mittelblockerin Mira Golubovic die Gäste nach einem 5:5 auf 12:5 in Front. Diesem deutlichen Rückstand liefen die Damen um Kapitän Stefanie Karg hinterher, auch wenn sie in der Schlussphase noch einmal ein wenig herankamen. Ein Aufschlagfehler von Zuspielerin Mareen Apitz beendete diesen Durchgang jedoch für Rabita.

Auch im zweiten Abschnitt setzte sich der Klub-Weltmeister vom Kaspischen Meer vor reichlich 1600 Zuschauern Schritt für Schritt ab. Dabei kam beim 10:8 für Rabita erstmals Star-Angreiferin Natalya Mammadova aufs Feld, der anfangs zwar nicht alles gelang, die aber später noch ihre Punkte zum Erfolg beitrug. Weil bei den DSC-Damen die Annahme wackelte, hatte Rabita relativ leichtes Spiel und baute die Führung auf 21:13 aus. Auch diesmal kämpften sich die Waibl-Schützlinge wieder etwas heran, konnten den zweiten Satzverlust aber nicht verhindern.

Auch im dritten Akt musste der deutsche Vizemeister von Beginn an einem Rückstand hinterher laufen, auch wenn er sich in Grenzen hielt. Als die Kroatin Natasa Osmokrovic nach insgesamt 80 Minuten den zweiten Matchball verwandelte, war die Niederlage besiegelt. Dennoch zeigte sich DSC-Kapitän Stefanie Karg nicht unzufrieden und befand: "Wir schlagen uns gegen die finanziellen Riesen nicht so schlecht. In Annahme und Abwehr fehlen nur ein paar Prozent, aber so ist das in der Königsklasse." Libera Kerstin Tzscherlich meinte: "Im Großen und Ganzen war es in Ordnung, doch uns fehlt wohl ein wenig der Glaube, dass wir gegen so eine Mannschaft etwas ausrichten können. Vor dem Spiel waren diesmal alle relativ aufgeregt. Während wir im Block die Außenangreiferinnen recht gut im Griff hatten, konnten wir allerdings Natasa Krsmanovic in der Mitte nie wirklich stoppen." Auch ihre Nationalmannschaftskollegin Mareen Apitz sieht durchaus noch Reserven: "Mein Gefühl sagt mir, spielerisch wäre mehr drin gewesen. Vor allem im ersten und dritten Satz haben wir uns zu viele leichte Fehler erlaubt."

Trainer Alexander Waibl zollte seinem Team vor allem Lob: "Es gibt nicht so viel Negatives zu sagen. Ich bin froh, dass wir vom Niveau her in allen drei Sätzen mithalten konnten. Wir haben recht gut im Block gearbeitet. Als wir den Aufgabendruck erhöhten, schlichen sich ein paar Fehler ein, aber das ist normal. Gegen das erste Tempo des Gegners konnten wir uns natürlich kaum wehren. Klar, dass diese Weltklassemannschaft immer ein Stück anziehen kann, wenn es eng wird. Daran sieht man schon, dass uns noch ein Stück Erfahrung und Reife fehlen. Wir müssen in allen Elementen weiter zulegen." Waibl ist sicher, dass solche Aufgaben sein Team auf jeden Fall weiterbringen. "Ich hoffe, wir können schon nächste Woche gegen Mulhouse noch ein wenig besser spielen. Unser Ziel ist es, gegen die Französinnen zu gewinnen."

Zuvor steht aber am Sonnabend die nächste Bundesliga-Partie in Leverkusen und am Montag das Viertelfinale im DVV-Pokal in Wiesbaden an.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.12.2011

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr