Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Volleyball-Verband ändert Regeln für Champions League

Nur noch der Meister ist qualifiziert Volleyball-Verband ändert Regeln für Champions League

Der europäische Volleyball-Verband CEV hat sich wieder mal etwas Neues einfallen lassen. Am Mittwoch veröffentlichte er eine Reform der Champions League, die nur einigen Nationen etwas nützt.

Die Auslosung für die Gruppenphase und die Qualifikation findet in diesem Jahr bereits am 9. Juni in Rom statt.

Quelle: Archiv

Dresden. Der europäische Volleyball-Verband CEV hat sich wieder mal etwas Neues einfallen lassen. Am Mittwoch veröffentlichte er eine Reform der Champions League, die nur einigen Nationen etwas nützt. Die Teilnehmerzahl in der Gruppenphase wurde bei den Männern von 28 auf 20 und bei den Frauen von 24 auf 16 Teams reduziert. So erhalten ab der neuen Saison nur noch die besten vier Nationen bei den Frauen und Männern zwei direkte Startplätze für die Königsklasse. Als Maßstab gilt das europäische Club-Ranking, in das die Ergebnisse aus den Jahren 2012, 2013 und 2014 einfließen.

Bei den Frauen sind diese Top-Nationen die Türkei, Russland, Polen und Aserbaidschan. Deutschland (Ranglisten-Siebenter bei den Frauen, Fünfter bei den Männern) hat damit nur noch einen direkten Startplatz. Also ist nur der deutsche Meister gesetzt. Bei den Frauen haben zudem noch Frankreich, Italien und die Schweiz je einen Startplatz. Die übrigen vier Plätze werden über eine neu geschaffene Qualifikationsphase ausgespielt. Für diese können möglicherweise bis zu 32 Mannschaften gemeldet sein.

Das heißt, es werden drei Runden mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Die Verlierer dieser K.o.-Runden dürfen im CEV-Cup weiterspielen. DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann erklärt: „Das ist im Prinzip eine Katastrophe. Diese Regelung bringt eine Menge organisatorischer und finanzieller Risiken mit sich, die noch gar nicht alle abzuschätzen sind. Da für uns die Champions League sehr wichtig ist, wächst der Druck, unbedingt Meister werden zu müssen. Zudem bedeutet dies eine weitere Verengung des Spielplanes, denn die Qualifikation wird von Mitte Oktober bis Ende November stattfinden, die Gruppenphase startet Mitte Dezember und geht bis Ende Februar.“

Auch wenn die CEV die Reform als Aufwertung des „Gesamtprodukts“ verkauft, sieht es wohl nicht nur der DSC etwas anders. Sandra Zimmermann: „Es stärkt die Top-Nationen, aber beschneidet alle anderen. Und wenn zum Beispiel der Meister seinen Startplatz nicht wahrnimmt, fällt man im Nationenranking noch schneller als bisher nach unten.“

Die CEV hat noch einen weiteren Beschluss gefasst, der für den DSC Konsequenzen haben könnte: Die dritte Runde der EM-Qualifikation wurde vom Mai 2017 auf den Oktober 2016 vorverlegt. Das heißt, DSC-Trainer Alexander Waibl könnte in der entscheidenden Phase der Saisonvorbereitung mit der tschechischen Nationalmannschaft unterwegs sein.

Verantwortlich für die Neuregelungen ist der im vergangenen Jahr neu gewählte Präsident der CEV, der Serbe Aleksandar Boricic. Er hatte den Luxemburger Andre Meyer beerbt und die verschiedenen Kommissionen innerhalb der CEV teils neu besetzt. Der für die europäischen Cups zuständige Kommissions-Vorsitzende ist mit Roman Stanislavov ein Russe.

Die Auslosung für die Gruppenphase und die Qualifikation findet in diesem Jahr bereits am 9. Juni in Rom statt.

Von Astrid Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr