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Volleyball: VC Dresden verliert mit 0:3 gegen VfB Friedrichshafen

Volleyball: VC Dresden verliert mit 0:3 gegen VfB Friedrichshafen

Sven Dörendahl hatte sehr viel Redebedarf am Sonnabend. Dem Trainer der VC-Volleyballer stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben und er wollte sie auch nicht verbergen.

Dresden.

Von Astrid Hofmann

Gegen den deutschen Rekordmeister VfB Friedrichshafen leistete der Aufsteiger aus Elbflorenz lediglich einen Satz ernsthaften Widerstand, musste sich am Ende - wie nicht anders erwartet - mit 0:3 (17:25, 9:25, 23:25) geschlagen geben.

Über die indiskutable Leistung seiner Mannschaft in den ersten beiden Sätzen machte sich Dörendahl schon während der zehnminütigen Werbepause gehörig Luft. Mit einer lauten und deftigen Kabinenansprache rüttelte er seine Männer auf. Und das war auch dringend notwendig. Während die Gäste vom Bodensee, die ohne ihren verhinderten Cheftrainer Stelian Moculescu nach Dresden gereist waren, von Beginn an konzentriert und druckvoll spielten, unterliefen den Gastgebern zu viele Fehler.

Die VC-Wölfe wirkten vor 625 Zuschauern in der Margon-Arena regelrecht "zahnlos", agierten verkrampft, es fehlte am Biss, der notwendigen Leidenschaft.

"Der zweite Satz war extrem peinlich. In beiden Durchgängen fehlte uns der richtige Teamgeist auf dem Feld", gab Angreifer Eric Grosche nach der Partie zu. Auch Sven Dörendahl ärgerte sich: "Wir sind wieder einmal vor Ehrfurcht erstarrt." Konnten seine Jungs im ersten Abschnitt zumindest noch 17 Punkte auf ihrem Konto verbuchen, brachten sie es im zweiten Durchgang gerade einmal auf magere neun Zähler. Das Donnerwetter von Sven Dörendahl in der Pause folgte postwendend. Und es verfehlte seine Wirkung nicht. Im dritten Durchgang liefen die Gastgeber mit ganz anderem Gesicht aufs Feld. Sie legten endlich ihren Respekt ab, spielten druckvoller, mutiger und Mittelblocker Klaus Kunert, der für Alan Wasilewski aufs Feld gekommen war, brachte zusätzlich frischen Wind. Da die Gäste aus Friedrichshafen zudem einen Gang zurückschalteten, hielten die VC-Männer das Geschehen bis zum 10:10 offen und zogen sogar mit 12:10 in Front. Grund für VfB-Trainer Ulf Quell, seine erste Auszeit in diesem Spiel zu nehmen. Dennoch punkteten die Hausherren weiter und bauten den Vorsprung auf 16:12 aus. Doch in der Schlussphase machte Friedrichshafen "ernst", gab noch einmal richtig Gas und Ventzislav Simeonov verwandelte nach 69 Minuten den dritten Matchball zum Sieg.

Für die Dresdner Wölfe war es bereits die zehnte Niederlage im elften Spiel. "Ich bin sehr enttäuscht. Es reicht einfach nicht, immer nur einen Satz gut zu spielen und es kann auch nicht sein, dass es erst eine Kabinenpredigt braucht, damit wir ordentlich Gas geben.", brachte Dörendahl noch einmal seinen Unmut zum Ausdruck.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.12.2012

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