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Volleyball-Meister startet mit fünf Neuzugängen in die Saison

Hartes Auftaktprogramm Volleyball-Meister startet mit fünf Neuzugängen in die Saison

Als Alexander Waibl vor einem Jahr seine Gefühle beschreiben sollte, mit denen er der Saison entgegen sieht, sprach er von einer "großen Gelassenheit". Er sei überzeugt vom Potenzial seiner Mannschaft, betonte er damals.

Das DSC-Team 2014/2015

Quelle: Frank Dehlis

Dresden. Als Alexander Waibl vor einem Jahr seine Gefühle beschreiben sollte, mit denen er der Saison entgegen sieht, sprach er von einer "großen Gelassenheit". Er sei überzeugt vom Potenzial seiner Mannschaft, betonte er damals. Die Favoritenrolle annehmen, so findet DSC-Trainer Alexander Waibl, das könne man nur schwer trainieren. "Da müssen die Spielerinnen reinwachsen, lernen damit umzugehen. Oft helfen dabei Niederlagen wie letztes Jahr im Pokal besser als Siege. Denn da spürt man selbst die Enttäuschung, den Schmerz und auch die Traurigkeit des Umfeldes. Die Mädels, die schon bei uns waren, haben das alles erlebt, die Neulinge werden sich noch damit auseinandersetzen", glaubt der 47-Jährige kurz vorm Saisonstart am Sonntag in Münster. Und das knackige Auftaktprogramm, dass seine Mannschaft in den nächsten zwei Wochen zu absolvieren hat, kommt ihm gar nicht ungelegen: "Egal wie diese Spiele ausgehen, werden wir für uns unheimlich viel mitnehmen können. Es sind Partien, die uns fordern und schnell weiterbringen", meint Waibl und fügt an: "Schon in Münster werden wir erstmals sehen, wo wir stehen."

Wo der Weg in dieser Saison hinführen soll, steht für den Coach, der beim Deutschen Meister in seine siebente Saison geht, jetzt schon fest: "Natürlich wollen wir den Titel wieder verteidigen. Wenn man zweimal in Folge Meister war, ist es das logische Ziel", so die klare Ansage für die Bundesliga-Konkurrenz, die er so gut und ausgeglichen wie nie zuvor einschätzt. Darin ist er sich mit Liga-Präsident Michael Evers einig, der sogar meinte: "Das wird die stärkste Frauen-Bundesliga aller Zeiten." Waibl rechnet in dieser Spielzeit nicht nur mit seinem alten Heimatverein Stuttgart und mit Schwerin, wo man nach zwei Jahren "Flaute" wieder "Zählbares" sehen will, sondern sieht weitere Vereine, die ganz vorn mitmischen können: "Neben Vilsbiburg sind auch Wiesbaden, Münster oder Potsdam nicht zu unterschätzen. Ich denke, die Bundesliga muss sich in Europa nicht verstecken."

Schon gar nicht Meister DSC, der, so ist der erfahrene Trainer diesmal wieder überzeugt, einen Kader mit viel Potenzial beisammen hat. Und damit meint Alexander Waibl nicht nur die sportlichen Qualitäten seiner 13 Spielerinnen, sondern auch die menschlichen. "Die Vorbereitung hat schon gezeigt, dass wir tolle Typen haben, die absolut zu uns passen", schwärmt er von seinen Neuzugängen. Mit Zuspielerin Mareike Hindriksen, dem komplett neuen Mittelblock mit den US-Amerikanerinnen Kathleen Slay und Whitney Little sowie der erst vorige Woche zum Team gestoßenen Kanadierin Jennifer Cross und Außenangreiferin Gina Mancuso (USA) wurden die insgesamt sechs Abgänge kompensiert.

Allerdings gibt der Meistertrainer unumwunden zu: "Insgesamt sind wir noch nicht so weit wie letztes Jahr und wie ich das gern hätte. Mit komplettem Kader konnten wir nur ganze fünf Trainingseinheiten absolvieren." Durch die Nationalmannschaftsverpflichtungen fehlten während der Vorbereitung einige Leistungsträger mehr als in der vergangenen Saison. "So muss sich Zuspielerin Laura Dijkema erst einmal mit unseren Neuen einspielen und sich zudem wieder an unser Spielsystem gewöhnen. Das braucht Zeit. Es fehlt noch an der Stabilität, Kompaktheit und Konstanz", so Waibl.

Er weiß aber auch, dass gerade die wichtigen Aufgaben im DVV-Pokal und der Champions League schon zu einem frühen Zeitpunkt auf den DSC warten. Auch in diesen beiden Wettbewerben soll für den DSC einiges herausspringen. "Es wäre schön, wenn wir im Pokal mal wieder etwas reißen würden und bei der Premiere des Finales in Mannheim dabei wären", meint Waibl, der dabei auch auf ein wenig Losglück hofft und nach der Gruppenphase der Champions League weiter international mitmischen würde.

Dass die Saison noch gedrängter ist als bisher, es fast nur noch englische Wochen gibt, sieht er schon als Problem: "Gerade für die Nationalspielerinnen, die über den Jahreswechsel mit ihren Auswahlteams zur Olympia-Qualifikation müssen, bleibt kaum Zeit zur Regeneration." Deshalb ist genügend Tiefe im Kader erforderlich, um die Belastungen zu kompensieren. Die habe man, einzig eine vierte Mittelblockerin steht noch auf dem Wunschzettel des Trainers, der sich im Sommer verstärkt auch mit Bundesstützpunkttrainer Jens Neudeck über die weitere Entwicklung des Nachwuchses ausgetauscht hat und zuversichtlich ist: "Auch wenn wir in dieser Saison noch kein Talent nach oben ziehen können: Mittelfristig bieten sich wieder potentielle Kandidatinnen an."

Astrid Hofmann

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