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Volleyball: DSC-Damen verabschieden sich mit einem 3:1-Erfolg gegen Baku aus der Champions League

Volleyball: DSC-Damen verabschieden sich mit einem 3:1-Erfolg gegen Baku aus der Champions League

Cristian Fiel reckte nach 102 Minuten die Siegerfaust in die Höhe und strahlte. Endlich ein Sieg! Allerdings nicht für die Kicker von Dynamo - und Fiel war auch nicht wirklich Fiel.

Dresden.

Dresden. Cristian Fiel reckte nach 102 Minuten die Siegerfaust in die Höhe und strahlte. Endlich ein Sieg! Allerdings nicht für die Kicker von Dynamo - und Fiel war auch nicht wirklich Fiel. Vielmehr freute sich DSC-Volleyballtrainer Alexander Waibl im Trikot des ehemaligen Dynamo-Kapitäns über den zweiten Heimsieg seiner Damen in der Champions League. Die Dresdnerinnen bezwangen gestern vor 2075 Zuschauern in der Margon-Arena Azerrail Baku überraschend mit 3:1 (26:24, 25:23, 15:25, 25:22) und verabschiedeten sich mit einem Erfolg vom europäischen Parkett.

Allerdings war bereits vor der Partie klar, dass es für beide Mannschaften an diesem Abend um nichts mehr geht. Während für die Elbestädterinnen bereits mit der 0:3-Niederlage im polnischen Gornicza das Aus besiegelt war, hatte am Nachmittag der 3:1-Sieg des Gruppenersten Eczacibasi Istanbul gegen Gornicza dafür gesorgt, dass Baku der zweite Platz und damit das Erreichen der Playoff-Phase nicht mehr zu nehmen war.

Als Überraschung liefen neben Waibl auch Co-Trainer Uli Rath und Mannschaftsarzt Eckart Ziegler in SGD-Trikots auf - Rath im Hemd von Sebastian Schuppan, Ziegler gab den Mickael Poté. Sie wollten damit ein Zeichen setzen, dass die Dresdner Sportler zusammenhalten. Waibl erklärte unter dem Beifall der Zuschauer: "Ich verurteile jede Form von Gewalt und Intoleranz. Ich halte es allerdings für falsch, strukturell bedingte gesellschaftliche Probleme auf dem Rücken von Sportlern und Sportvereinen auszutragen, nur weil diese am ehesten greifbar sind. Vielmehr wäre die Politik gefordert, die Rahmenbedingungen für Bildung spürbar zu verbessern, um Perspektiven zu schaffen. Daher gilt meine Solidarität den Sportlern der SG Dynamo Dresden." Sebastian Schuppan, der das Spiel in der Halle verfolgte, sagte: "Ich finde die Aktion super. So muss es sein, dass eine Stadt zusammenhält. Neben dieser Aktion haben wir auch noch ein grandioses Spiel gesehen."

Damit hatte der 26-jährige Verteidiger Recht. In den ersten beiden Sätzen zeigten die DSC-Damen eine konzentrierte Leistung. Sie schlugen druckvoll auf, griffen aus stabiler Annahme variabel an und Kayla Banwarth kratzte erneut zahlreiche Bälle in der Abwehr noch vom Boden. Nur im dritten Durchgang verlor der deutsche Vizemeister den Spielfaden, fand ihn aber wieder. Als nach 102 Minuten Lisa Izquierdo den ersten Matchball versenkt hatte, feierten die Dresdnerinnen den Erfolg mit einem Siegertänzchen. "Ich bin stolz auf die Mädels, wie sie sich gegen ein Team mit Weltklasse-Spielerinnen durchgesetzt haben", freute sich Waibl, der falsche Fiel.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.12.2012

Astrid Hofmann

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