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Volleyball: DSC-Damen unterliegen Vilsbiburg in einem dramatischen Spiel mit 2:3

Volleyball: DSC-Damen unterliegen Vilsbiburg in einem dramatischen Spiel mit 2:3

Als Liane Mesa Luaces nach 113 Minuten den Ball ins DSC-Feld hämmerte und damit den dritten Matchball für die Roten Raben verwandelte, brach nur bei den 100 mitgereisten Fans aus Vilsbiburg Jubel aus.

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Laura Heyrman (DSC) mit tollem Einsatz. Nach fünf Sätzen jubelten aber die Gäste aus Bayern.

Quelle: M. Rietschel

Die restlichen 2900 heimischen Fans verstummten für wenige Sekunden, feierten aber kurz darauf ihre Mannschaft trotz der Niederlage mit stehenden Ovationen. In einem dramatischen Bundesliga-Thriller vor ausverkauftem Haus mussten sich die DSC-Volleyballerinnen nach einer 2:0-Satzführung den Raben am Ende mit 2:3 (25:19, 25:15, 20:25, 24:26, 9:15) geschlagen geben. Damit festigten die Niederbayern den zweiten Tabellenplatz und bauten den Vorsprung auf die Elbestädterinnen auf vier Zähler aus.

"In den letzten Jahren kam der Meister immer von Tabellenplatz drei", nahm DSC-Trainer Alexander Waibl die fünfte Saisonniederlage locker. Es sei zwar schade, dass man nach einer 2:0-Satzführung und einem 23:21-Vorsprung im vierten Satz den "Sack nicht zubinden" konnte, aber ein Beinbruch sehe er darin nicht. Dass sich Waibls Enttäuschung in Grenzen hielt, hatte gute Gründe. Nach einem etwas nervösen Start (4:10) fanden seine Schützlinge schon bald ihren Rhythmus. Angetrieben von einer erneut glänzend aufgelegten Robin de Kruijf und einer herzerfrischend aufspielenden Angreiferin Lisa Izquierdo übernahmen die Gastgeberinnen das Zepter auf dem Feld. Vor allem mit einer starken Defensivleistung zogen die Dresdnerinnen dem Gegner den Nerv, die Gegenangriffe saßen wie Nadelstiche. Bezeichnend: Beim zweiten Satzball stieg die 18-jährige Halb-Kubanerin Lisa Izquierdo hoch und holte die mit 35 Jahren fast doppelt so alte kubanische Ex-Weltmeisterin und Olympia-Dritte Liane Mesa Luaces im Block runter. Im zweiten Durchgang setzten die Elbestädterinnen ihr variables und dominantes Spiel fort. Da erinnerte nichts mehr an die schwache Vorstellung drei Tage zuvor in Wiesbaden. Die Raben wirkten ratlos. "Wir waren sehr konfus", gab später Vilsbiburgs Zuspielerin Lena Möllers zu. Als erneut Lisa Izquierdo den vierten Satzball im gegnerischen Feld versenkte, schien das Tor zum Sieg weit geöffnet zu sein. Doch im dritten Durchgang konnten die Dresdnerinnen das Niveau nicht halten, schalteten mindestens einen Gang zurück. "Wir waren wohl von den ersten beiden Sätzen etwas berauscht", vermutete Alexander Waibl. Zudem hatte Vilsbiburg die Aufstellung gedreht, der DSC hatte Mühe, sich darauf einzustellen. "Wir standen mit dem Rücken zur Wand und haben Alles oder Nichts gespielt", erklärte Lena Möllers. Im vierten Abschnitt entwickelte sich ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, in dem der DSC schon mit 18:20 zurücklag, den Spieß aber zum 23:21 umdrehte und nur noch zwei Punkte vom Matchgewinn entfernt war. Doch jetzt spielte Mesa Luaces ihre Erfahrung aus und ein Fehler von Martina Utla beim zweiten Satzball der Raben sorgte dafür, dass es in die "Verlängerung" ging.

Mit einer schnellen 5:0-Führung machten die Gäste da frühzeitig alles klar. "Wir hätten das Ding auch mit 3:0 oder 3:1 rocken können", haderte Alexander Waibl kurzzeitig, betonte aber: "Ich habe viel Positives gesehen. So haben wir den Annahmeriegel deutlich stabilisiert."

Kubanisch geprägt war die Wahl der "Wertvollsten Spielerinnen". Bei den Raben wurde Mesa Luaces, die mit 20 Zählern erfolgreichste Punktesammlerin ihres Teams, zur MVP gekürt, auf Seiten der DSC-Damen erhielt die mit 26 Zählern überragende Angreiferin Lisa Izquierdo, die Auszeichnung.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.02.2013

Astrid Hofmann

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