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Volleyball: Bitteres EM-Aus für Heike Beier

Volleyball: Bitteres EM-Aus für Heike Beier

Für die ehemalige DSC-Volleyballerin Heike Beier (Giaveno/Italien) ist die Europameisterschaft schon vorbei, bevor sie überhaupt begonnen hat. Bei der 27-jährigen Außenangreiferin wurde am Montag ein doppelter Bandscheibenvorfall diagnostiziert.

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Heike Beier

Dresden . Für die bisherige Stammspielerin rückte die zuvor aussortierte Regina Burchardt (Wiesbaden) nach, die heute mit dem DVV-Team die Reise nach Belgrad zur EM antritt.

Zusätzlich zur schweren Verletzung musste Heike Beier gestern jedoch noch eine andere bittere Enttäuschung hinnehmen. In der offiziellen Verlautbarung des Verbandes wird mitgeteilt, die Nationalspielerin habe auf die EM-Teilnahme verzichtet und Bundestrainer Giovanni Guidetti hätte ihre Entscheidung nicht nachvollziehen können. Er wird mit den Worten zitiert: "Ich war überrascht und traurig, dass Heike Beier entschieden hat, nicht mitzufahren. Wir hatten zwei ärztliche Meinungen, die unabhängig voneinander erklärt haben, dass sie hätte spielen können. Aber sie möchte kein Risiko eingehen, und ich bin überrascht, dass ihr die EM-Teilnahme nicht so wichtig erscheint."

Heike Beier schildert die Situation etwas anders: "Seit reichlich drei Wochen plage ich mich mit Rückenbeschwerden, konnte deshalb nicht einmal die Hälfte des Trainings absolvieren. Zunächste wurde mir gesagt, es wären muskuläre Probleme, doch nach einem MRT am Montag weiß ich, dass es zwei Bandscheibenvorfälle sind. Trotz einer Spritze, die ich noch am gleichen Tag erhielt, habe ich sogar beim normalen Gehen Schmerzen. Dennoch hatte ich Giovanni Guidetti gestern in einem Gespräch angeboten, dass ich das Risiko eingehe und mich zumindest für Annahme und Abwehr zur Verfügung stelle. Ich habe ihm aber gesagt, dass ich nicht springen kann. Daraufhin hat der Bundestrainer entschieden, dass ich besser Zuhause bleibe und er mit Regina Burchardt eine fitte Spielerin mitnimmt. Jeder kann sich vorstellen, wie traurig ich bin. Es wäre meine dritte EM gewesen und ich bin mir sicher, wir haben diesmal gute Chancen, sehr weit zu kommen", so die Ex-Dresdnerin, die zugibt: "Ich bin schon enttäuscht, dass mir der Bundestrainer vorwirft, mir sei die EM nicht wichtig. Auf jeden fall werde ich meinen Mädels am Fernseher fest die Daumen drücken."

Gestern kehrte Heike Beier ins heimatliche Dresden zurück und will sich ab heute in der Reha auf ihre Genesung konzentrieren, um bald wieder gesund zu werden. "Denn ich möchte noch einige Jahre Volleyball spielen", so die 142-fache Nationalspielerin.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.09.2011

Astrid Hofmann

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