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Verhaltener EM-Auftakt - Die Zuschauer vor den Leinwänden und Fernsehern in Dresden hatten gestern nur wenig zu Jubeln

Verhaltener EM-Auftakt - Die Zuschauer vor den Leinwänden und Fernsehern in Dresden hatten gestern nur wenig zu Jubeln

Das Auftaktspiel zur Fußball Europameisterschaft lockte gestern Abend die Fans vor die Bildschirme. Wer nicht zu Hause sitzen wollte, den trieb es heraus zum Public Viewing.

Von Hauke heuer

In vielen Dresdner Lokalen und Veranstaltungsorten stehen seit gestern die Fernseher zum Fußballgucken bereit. So auch im griechischen Restaurant Korfu in der Johannstadt. Pünktlich zum Beginn der Europameisterschaft hatte Küchenchef Ioannis Indopoulos in seiner Gaststube einen großen Flachbildfernseher aufgestellt, damit er und seine Gäste die Spiele live verfolgen können.

Dabei schlägt sein Herz natürlich für die griechische Nationalmannschaft. Als gestern die "Blau-Weißen" den Elfmeter gegen Polen nicht verwandeln konnten, war die Enttäuschung entsprechend groß. "Polen hatte eine gute Mannschaft, konnte sich am Ende aber nicht gegen meine Landsleute durchsetzen. In schwierigen Zeiten wie diesen stehen alle Griechen zusammen, deshalb wird man von unserer Mannschaft während der EM noch viel hören", sagte Indopoulos etwas enttäuscht nach der vergebenen Führungschance. Um die aufgewühlten Gemüter nach dem Abpfiff zu beruhigen, gab es eine Runde Ouzo für alle.

Am Königsufer hatten sich rund 200 Fußballnarren eingefunden, um das Auftaktspiel der Europameisterschaft auf der großen Leinwand der Filmnächtebühne zu verfolgen. Die beiden polnischen Studentinnen Sandra Sedlaczek (23) und Weronika Kaczor (23) hatte sich in den polnischen Landesfarben Rot und Weiß gekleidet. "Heute geht es endlich los und die Europameisterschaft findet in unserem Heimatland statt. Deshalb haben wir uns entschieden, ein wenig aufzufallen", sagte Sedlaczek.

An die Elbe waren die beiden Frauen gegangen, weil hier die Atmosphäre schon bei den letzten großen Turnieren die beste gewesen sein soll. Angst und bange wurde ihnen, als in der 51. Minute Dimitrios Salpingidis das Ausgleichstor für Griechenland schoss. Die Zitterpartie hielt die beiden bis zum Abpfiff in Atem.

Beim Endstand von 1:1 war die Enttäuschung bei den beiden Studentinnen groß. Dass ihr Lieblingsspieler Robert Lewandowski von Borussia Dortmund das erste und einzige Tor für die Polen schoss, war nur ein kleiner Trost. Die Resonanz auf die zahlreichen Public-Viewing-Angebote hielt sich gestern in Grenzen. Wenn heute Abend Deutschland gegen Portugal spielt, wird das ganz anders aussehen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.06.2012

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