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Verein, Stadt und Olympiastützpunkt ehren Dresdner Kanu-Weltmeister Tom Liebscher

Verein, Stadt und Olympiastützpunkt ehren Dresdner Kanu-Weltmeister Tom Liebscher

Tom Liebscher freute sich, endlich wieder einmal im eigenen Bett zu schlafen. Vier Wochen nach seinem grandiosen Triumph bei der Kanu-WM in Duisburg, als der 20-Jährige vom KC Dresden den Titel im Kajak-Einer über 500 Meter gewann, schaute er erstmals wieder daheim vorbei.

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Empfang im Bootshaus des KC Dresden: Blumen gab es für Weltmeister Tom Liebscher, seine Mutter Ria (links) und Trainer Jens Kühn (rechts).

Quelle: A. Hofmann

Denn unmittelbar nach den Weltmeisterschaften musste der Schützling von Trainer Jens Kühn stramm stehen. Bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Hannover begann seine sechswöchige Grundausbildung. Erst am vergangenen Wochenende gab es den ersten Heimaturlaub. Gelegenheit auch für seinen Verein, die Stadt, den Olympiastützpunkt, Verwandte und Freunde, den Weltmeister gebührend zu ehren. "Du setzt damit unsere Traditionen erfolgreich fort und hast nach 28 Jahren erstmals wieder WM-Gold im Kanu nach Dresden geholt", sagte der KC-Vorsitzende Mirko Göhler.Olympiasiegerin Carsta Genäuß (Kühn) war Liebschers "Vorgängerin", die 1985 noch einmal WM-Gold für den damaligen SC Einheit holte.

Der neue Stern am Dresdner Kanu-Himmel erhielt für seinen grandiosen Auftritt in Duisburg viele Geschenke, unter anderen einen 500-Euro-Reisegutschein und eine Einladung zum Icetubing im Januar auf der Altenberger Bobbahn. Liebscher, den sicher so mancher deutsche Verein gern in seinen Reihen hätte, weiß sein Umfeld zu schätzen. Das zeigte er nicht nur mit einer emotionalen Rede, das beweist der junge Athlet auch, indem er selbst Verantwortung übernimmt und sich Ende letzten Jahres zum Jugendwart wählen ließ.

Jetzt heißt es für Tom Liebscher, noch zwei Wochen Grundlehrgang bei der Bundeswehr zu absolvieren. Die Umgangsformen in der Kaserne waren ziemlich gewöhnungsbedürftig. "Man muss sich schon sehr viel sagen und sich auch anschreien lassen. Das fiel mir in der ersten Woche schwer", so Liebscher, der jedoch auch weiß, dass er als Sportsoldat die optimale Unterstützung bekommt, um seinen Sport weiter auszuüben.

Allerdings will es der intelligente Kanute nicht dabei bewenden lassen, sondern startet gleichzeitig im Oktober in Dresden sein Studium an der TU im Verkehrsingenieurwesen. "Als Kanute kann man kaum Geld verdienen, deshalb muss man schon für die berufliche Zukunft vorsorgen", betont er und hofft, dass er alles gut unter einen Hut bekommt. Denn für Tom hat bereits die Vorbereitung für die nächsten Olympischen Spiele begonnen. Nachdem er in Duisburg das A-Finale über die olympische Distanz von 200 Meter verfehlt hatte, ist dem Schützling von Jens Kühn klar, dass er weiter hart an sich arbeiten muss: "Wir werden einiges Neues ausprobieren. Vor allem muss ich meinen Start verbessern. Deshalb bin ich froh, dass der Olympiastützpunkt uns bei der Anschaffung einer mobilen Startanlage unterstützen will. Dann kann ich überall den Start trainieren", so der Sachse, der im nächsten Jahr bei der EM in Brandenburg und der WM in Moskau weiteres Edelmetall gewinnen will.

Dafür entflieht Tom mit der deutschen Auswahl auch dem kalten Mitteleuropa. "Ende November geht es zu einem dreiwöchigen Trainingslager nach Florida, Mitte Februar noch einmal. im März folgt ein Camp in Sevilla", blickt er auf die nächsten Monate. Da bleibt das heimische Bett dann wieder lange verwaist.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.10.2013

ah

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