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Veolia kritisiert Dynamo in einem Offenen Brief - Hauptsponsor will "zeitnah" Taten sehen

Veolia kritisiert Dynamo in einem Offenen Brief - Hauptsponsor will "zeitnah" Taten sehen

Der Druck auf die Vereinsspitze von Dynamo Dresden, schärfer gegen die Chaoten in der Fanszene vorzugehen, wächst weiter. Nachdem Geschäftsführer Volker Oppitz am Mittwoch schon bei den Stadtratsfraktionen vorsprechen musste, erreichte ihn gestern ein Schreiben von Hauptsponsor Veolia Umweltservice.

Dresden . Dresden (DNN). Der Druck auf die Vereinsspitze von Dynamo Dresden, schärfer gegen die Chaoten in der Fanszene vorzugehen, wächst weiter. Nachdem Geschäftsführer Volker Oppitz am Mittwoch schon bei den Stadtratsfraktionen vorsprechen musste, erreichte ihn gestern ein Schreiben von Hauptsponsor Veolia Umweltservice. Die Hamburger Zentrale möchte vom Verein "zeitnah" Taten sehen, wie er die Gewaltprävention intensivieren will. Man sei "nicht nur in tiefer Sorge um die Reputation des Vereins", sondern befürchte "auch als Sponsor einen schweren Imageschaden", heißt es in dem Offenen Brief an Oppitz. "Die drohende DFB-Strafe, den Verein aus dem nächsten Pokal-Wettbewerb auszuschließen, ist lediglich das aktuellste in einer Reihe von Ereignissen, die uns veranlassen, unser Sponsoring der SG Dynamo Dresden zu überdenken." Man empfinde Sympathie zum Verein und seinen wahren Fans, habe sich deshalb zum Sponsoring entschlossen, "um vom positiven Image eines aufstrebenden Vereins mit Tradition zu profitieren". Aus dieser Chance sei leider "inzwischen nicht nur ein Risiko, sondern eine reale Belastung für unser Image geworden", schreibt Thorsten Grenz, Vorsitzender der Geschäftsführung. Das Unternehmen werde mit Fragen der Kunden konfrontiert. Unverhohlen übte man Kritik am Verein und droht mit dem Ausstieg: "Wir sind nicht überzeugt, dass die mit Ihnen vereinbarten Vertragsstrafen, die an DFB-Strafen gekoppelt sind, ausreichen, um Randalierer zu disziplinieren. Von Ihnen als Vereinsvorstand erwarten wir eine unmissverständliche und klare Linie. Wir sind darüber hinaus nicht überzeugt, dass der Verzicht auf Gästekartenkontingents dauerhaft eine tragfähige Lösung ist. Dieser Schritt ist zwar kurzfristig nachvollziehbar, bedeutet aber letztlich eine inakzeptable Kapitulation vor Gewalttätern." Einen zusätzlichen Fanbetreuer einzustellen, sei richtig, aber nicht ausreichend.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.11.2011

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