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VC-Volleyballer verstärken sich mit einem großen Namen vom deutschen Meister aus Berlin

VC-Volleyballer verstärken sich mit einem großen Namen vom deutschen Meister aus Berlin

Wie ein Überflieger stand Florian Hecht da auf dem Stuhl vor dem Plakat seines neuen Vereins. Trotz seiner zwei Meter Körpergröße sollte der Neuzugang der VC-Volleyballer für ein Foto noch höher hinaus.

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Florian Hecht stellte sich gestern Nachmittag in Dresden vor.

Quelle: M. Rietschel

Mit Stolz in der Stimme präsentierte "Wölfe"-Geschäftsführer Jan Pretscheck gestern den Mittelblocker vom deutschen Meister Berlin Recycling Volleys als dritten Neuzugang. "Florian kennt in der Szene jeder, seit er Volleyball spielt. Er hat nun mal einen berühmten Vater", sagte Pretscheck. Gemeint ist der deutsche Rekord- nationalspieler René Hecht, der für die DDR und später die BRD insgesamt 385 Länderspiele bestritt. Heute ist er als Präsident des Berliner Volleyballverbandes immer noch aktiv.

Doch wegen seines berühmten Papas hat der VC Dresden Florian Hecht nur bedingt verpflichtet. "Er will den nächsten Schritt gehen. Bislang war er eher Auswechselspieler, nun will er sich als Stammspieler etablieren. Vielleicht bringt er auch einen gewissen Grundoptimismus mit hinein ins Team", sagte Pretscheck. Er spielte auf den deutschen Meistertitel an, den der 21-Jährige bereits vorweisen kann. Als Ersatzspieler gewann er vergangene Saison die Schale mit den Berlinern. "Ich hatte mit dem Team viel Spaß, ich habe viel gelernt und will das Gelernte jetzt bei den Wölfen umsetzen", sagte der gebürtige Berliner, der in Dresden für zwei Jahre unterschrieben hat.

Ein wenig mehr Einsatzzeit hatte sich der frühere Junioren-Nationalspieler beim Meister erhofft, umso mehr will er nun in Dresden zum Führungsspieler reifen. "Klar ist die Situation hier völlig anders, aber das Paket, das man mir anbietet, ist gut." Neben dem Sport will er in Dresden ein BWL-Studium aufnehmen und wird dabei vom Verein unterstützt.

Seit seinem elften Lebensjahr spielt Hecht Volleyball, über Stationen beim TSC und SSC Berlin kam er 2011 zum Zweitligisten VC Olympia und hatte aufgrund eines Doppelspielrechtes erste Einsätze für die BR Volleys. Die vergangene Saison spielte er dann komplett beim Meister. Nun erstmals verlässt Hecht die Hauptstadt, um sportlich voranzukommen.

Hecht ist nach Zuspieler Ole Schwerin und Annahmespieler Nicolas Marks der dritte Neuzugang für die neue Spielzeit. Wie bereits Libero Robert Went haben zudem Zuspieler Santino Rost (vorzeitige Verlängerung um zwei Jahre) und Außenangreifer Tino Walter (Einjahresvertrag) ihre Verträge verlängert. Damit hat der VC gut einen Monat vor dem Trainingsauftakt jedoch erst die halbe Mannschaft für die dritte Erstliga-Saison zusammen. "Für drei Spieler sind die Verträge unterschriftsreif, außerdem erwarten wir bei zwei weiteren Profis eine baldige Zusage", sagte Sport-Geschäftsführer Pretscheck. Unter den fünf Auserwählten seien drei potenzielle Neuzugänge. "Wir haben aber auch Plan B und Plan C, wenn wir nicht von allen Zusagen erhalten." Mit insgesamt nur elf Spielern plant der VC derzeit. Nicht auf der Rechnung stehen momentan die zwei Mittelblocker der abgelaufenen Saison, Robert Schramm und Alan Wasilewski. "Sie haben von uns Angebote erhalten, aber sich noch nicht gemeldet", erklärt Pretscheck. Auch eine weitere Zusammenarbeit mit Kapitän Eric Grosche steht in den Sternen. Die Gespräche mit dem Außenangreifer seien "sehr offen", so Pretscheck.

Um sich optimal auf die neue Spielzeit vorzubereiten, wollen die VC-Verantwortlichen Ende September ein "hochklassiges Turnier" in Dresden ausrichten. "Das ist unser Ziel, daran ar- beiten wir", hieß es. Die Saison beginnt am 18. Oktober mit einem Heimduell gegen den Meister aus Berlin. "Da werde ich ganz besonders motiviert sein, das ist jetzt schon mal klar", sagte Florian Hecht, bevor er zum ersten Dresdner Höhenflug auf seinen Stuhl ansetzte.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.07.2014

Skadi Hofmann

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