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VC Dresden verliert gegen Düren: Die Nerven spielten einen Streich

VC Dresden verliert gegen Düren: Die Nerven spielten einen Streich

Eric Grosche machte keinen Hehl aus seinem Frust. "Wir hätten es im dritten Satz auf der Pfanne gehabt", ärgerte sich der Kapitän der VC-Volleyballer nach der verpassten Sensation.

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Stefan Grudsinski (links) versucht's gegen den Dürener Block mit einem Heber.

Quelle: M. Rietschel

Um ein Haar hätten die Dresdner Erstliga-Spitzenreiter Düren ein Bein gestellt - aber eben nur fast. Am Ende mussten sie sich dem Favoriten mit 1:3 (13:25, 25:21, 24:26, 19:25) geschlagen geben und kassierten damit am fünften Spieltag die dritte Niederlage.

Den ersten Satz verschliefen die Elbestädter wieder einmal. Sie fanden nicht in die Partie und ließen sich vom druckvollen Aufschlags- und variablen Angriffsspiel der Gäste, die zudem auch gut in der Blockabwehr agierten, überrollen. "Das war der Satz zum Beschnuppern", meinte anschließend VC-Trainerin Sylvia Roll. Im zweiten Durchgang änderte sich das Bild. Nun nahmen die Gastgeber vor 1000 Zuschauern in der Margon-Arena ihr Herz in die Hand. Sie verringerten die Fehlerquote, stabilisierten Annahme und Abwehr und bereiteten dem Gegner auch mit Aufgaben und Angriffen Probleme. In der Schlussphase setzten sie sich von den nun auch nicht mehr fehlerfrei spielenden Dürenern ab und mit einer Blockabwehr verwandelte Robert Schramm unter dem Jubel seiner Freundin, DSC-Angreiferin Rebecca Perry, den zweiten Satzball zum Ausgleich.

Im dritten Abschnitt lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, bei dem die Gastgeber bereits mit 19:16 und dann 24:22 die Nase vorn hatten. Doch durch eigene Ungenauigkeiten vermasselten sich die Dresdner beide Satzbälle. Mit einem weiteren Fehler halfen sie dann sogar den Gästen, ihre erste Chance zu nutzen. Robert Schramm meinte später: "Da war bei uns wohl auch Nervosität dabei."

Auch Sportdirektor Sven Dörendahl fand es schade, dass sich die Mannschaft nicht für ihre Bemühungen belohnte und zumindest einen Punkt festhielt. "Wer weiß, vielleicht wäre dann Düren etwas unsicherer geworden", orakelte Dörendahl. Doch so nahmen die Gäste die Euphorie, diesen Durchgang noch mit Glück gewonnen zu haben, mit in den vierten Abschnitt. Sie schalteten wieder einen Gang hoch, während Dresden noch der vertanen Chance hinterher trauerte. So konnte sich der Tabellenführer auf 16:8 absetzen und die Weichen auf Sieg stellen. Zwar starteten die Elbestädter nochmal eine kleine Aufholjagd, aber Düren ließ sich die drei Punkte nicht mehr nehmen. Nach 103 Minuten verwandelten die Gäste durch einen Fehler von Stefan Grudsinski den zweiten Matchball. Als "Wertvollste Spieler" wurden auf beiden Seiten die Regisseure - für den VC Santino Rost und bei Düren Evan Barry - ausgezeichnet. Erfolgreichster Scorer bei den VC-Wölfen war Eric Grosche mit elf Zählern.

Sylvia Roll wollte ihren Jungs keinen Vorwurf machen: "Die Jungs haben gezeigt, dass sie auch gegen einen solchen Top-Gegner mithalten können. Im dritten Satz fehlte einfach das letzte Quäntchen Routine. Aber wir sind ein junges Team und werden weiter hart arbeiten", so Roll. Auch Eric Grosche sieht den VC auf gutem Weg: "Wenn wir auf dieser Leistung aufbauen und noch unsere Aufschlagfehler reduzieren, ist am Mittwoch beim nächsten Heimspiel gegen Bühl einiges drin", glaubt der Kapitän.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.11.2013

Astrid Hofmann

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