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VC Dresden startet am Mittwoch mit einem Heimspiel gegen Moers ins Abenteuer 1. Bundesliga

VC Dresden startet am Mittwoch mit einem Heimspiel gegen Moers ins Abenteuer 1. Bundesliga

Bei Sven Dörendahl steigt die Nervosität, auch seine Schützlinge fiebern dem großen Moment entgegen. Am Mittwochabend um 20 Uhr hebt sich für die Volleyballer des VC Dresden der Vorhang zur 1. Bundesliga.

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Der VC Dresden 2012/13; oben von links: Sven Dörendahl, Tom Klopfer, Yaniel Garay Gomez, Thomas Schober, Alan Wasilewski, Rene Andörfer, Klaus Kunert, Philip Collin, Christian Heymann, unten von links: Paul König, Felix Pauli, Martin Merkel, Tim Neuber, Robert Went, Eric Grosche, Santino Rost.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden . Von Astrid Hofmann

Mit dem Moerser SC empfängt der Aufsteiger einen etablierten Erstligisten in der Margon-Arena. "Natürlich kribbelt es auch bei mir gewaltig, denn es ist eine neue Situation für mich, erstmals als verantwortlicher Trainer an der Seitenlinie die Geschicke der Mannschaft zu lenken", gibt der 39-jährige Chefcoach einen Einblick in seine Gefühlswelt.

Noch im vergangenen Jahr dirigierte er als Spielertrainer seine Jungs auch auf dem Feld, doch im Sommer beendete der ehemalige Erstliga-Profi endgültig seine Karriere und übergab den Taktstock an Neuzugang Santino Rost, der vom insolventen VC Gotha kam und jetzt als Regisseur die Fäden beim Erstliga-Debütanten knüpfen wird. Neben Rost verpflichtete der VC mit dem Polen Alan Wasilewski und mit dem Kubaner Yaniel Garay Gomez nur noch zwei weitere Verstärkungen.

Mit dem Aufstieg ins Oberhaus erfüllen sich die VC-Akteure einen Traum, der mitten in der letzten Saison plötzlich Gestalt annahm. Nachdem die Dresdner wochenlang auf Platz eins der 2. Bundesliga standen, rückte der zuvor für den 1996 gegründeten Verein kaum vorstellbare Höhenflug in greifbare Nähe. "Wir sind schon immer sehr ehrgeizig und streben nach oben", betonte damals Manager Jan Pretscheck, der die Gründung einer Spielbetriebs GmbH vorantrieb, um zum einen die wirtschaftliche Basis zu schaffen und zum anderen das Risiko für den Verein auszuschalten.

Zwar kamen die VC-Männer am Ende der Saison als Zweiter hinter Delitzsch ein, doch die Loberstädter wollten ohnehin kein zweites Mal das Experiment eines Aufstieges in Angriff nehmen und verzichteten. Damit war der Weg für die Elbestädter frei, die von Beginn an klare Prämissen setzten - alle Spieler, die den Aufstieg geschafft haben, bleiben an Bord und erfüllen sich ihren Traum von der ersten Liga. Und es wird nur das ausgegeben, was das Budget hergibt. "Damit schalten wir jedes Risiko aus, dass wir wirtschaftlich scheitern wie beispielsweise Gotha", erklärt Jan Pretscheck, der sich mit Matthias Broda vor einigen Wochen einen zweiten Geschäftsführer mit Erfahrung ins Boot holte.

Mit dem von der Deutschen Volleyball-Liga (DVL) geforderten Minietat geht der Aufsteiger in seine Premierensaison. Im Gegensatz zu allen anderen Liga-Konkurrenten steht nicht ein einziger Profi im Kader der Dresdner. "Unsere Jungs studieren oder gehen arbeiten", erläutert Sven Dörendahl, der das zwiegespalten betrachtet: "Wir haben nur drei Balltrainingseinheiten in der Woche, deshalb wird es uns sicher an der nötigen Konstanz noch fehlen, denn die stellt sich nur über tausendfache Wiederholungen ein. Dafür aber spielen unsere Jungs, weil sie es wirklich unbedingt wollen, mit ganz viel Herz und nicht für Geld. Das wird sie noch enger zusammenschweißen", ist der Coach überzeugt und hebt hervor: "Mit individueller Klasse können wir nicht glänzen, aber mit mannschaftlicher Geschlossenheit, mit Kampfgeist und Biss. Mit diesen Pfunden müssen wir wuchern und uns natürlich auch spielerisch in der Saison weiterentwickeln."

Der Klassenerhalt ist das erklärte Ziel des Neulings. "Dafür müssen wir zwei Spiele zum richtigen Zeitpunkt gewinnen", so Sven Dörendahl, der damit die Pre-Playoffs meint. Doch er macht seinem Team keinerlei Druck, sagt unumwunden: "Wenn wir alles gegeben haben und es trotzdem nicht schaffen, dann geht die Welt auch nicht unter. Dann versuchen wir es ein Jahr später eben noch einmal."

Auf jeden Fall sieht er für den Männervolleyball auch neben den Damen von "Platzhirsch" DSC eine Zukunft in der Stadt: "Wenn der Erfolg in gewissem Maße kommt, dann werden auch wir uns etablieren können." Deshalb hofft der Aufsteiger beim Start am Mittwoch auf 1000 Zuschauer. "Das wäre schon eine tolle Hausnummer", glaubt Jan Pretscheck. Wie die Reise danach weitergeht, bleibt abzuwarten.

Tageskarte: 8 Euro (im Vorverkauf); 9 Euro (Abendkasse); ermäßigt: 5 Euro (Vorverkauf), 6 Euro (Abendkasse)

Jahreskarte Hauptrunde: 64 Euro; ermäßigt: 40 Euro

Super-Jahreskarte (alle Spiele einschließlich Pokal): 74 Euro; ermäßigt: 50 Euro

Aktion 3 für 2 - die ersten drei Heimspiele sehen, nur zwei bezahlen: 16/ 10 Euro

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.10.2012

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