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VC Dresden erwartet Delitzsch zum Spitzenspiel

VC Dresden erwartet Delitzsch zum Spitzenspiel

Nicht nur im Eishockey elektrisiert an diesem Wochenende ein Sachsenderby die Fans, auch im Volleyball gibt es morgen Abend in der Sporthalle Gamigstraße ein brisantes Duell.

Dresden .

Dresden (DNN). Nicht nur im Eishockey elektrisiert an diesem Wochenende ein Sachsenderby die Fans, auch im Volleyball gibt es morgen Abend in der Sporthalle Gamigstraße ein brisantes Duell. Um 20.30 Uhr empfangen die Zweitliga-Männer des VC Dresden die Mannschaft vom GSVE Delitzsch. Und was vor der Saison kaum jemand ahnte - es wird ein Gipfeltreffen der beiden derzeit besten Teams dieser Liga.

Während viele Insider die erfahrene Truppe von Trainer Frank Pietzonka von Beginn an zu den heißen Favoriten zählten, kommt der Höhenflug der VC-Mannschaft überraschend. In zehn Spielen leisteten sich die Athleten um Spielertrainer Sven Dörendahl keinen Ausrutscher. Sie sind ungeschlagener Tabellenführer, gaben bislang lediglich sechs Sätze ab. Die Delitzscher mussten dagegen schon zweimal das Feld als Verlierer verlassen, würden selbst bei einem Sieg in Dresden nur den Rückstand zum VC auf zwei Punkte verkürzen, aber den Dresdnern nicht den "Platz an der Sonne" streitig machen können. Die Elbestädter möchten ihren Vorsprung vor den Verfolgern ausbauen und sind gegen den sächsischen Rivalen ohnehin besonders motiviert.

"Letzte Saison haben uns die Delitzscher richtig vermöbelt, uns mit 3:0 geschlagen. Jetzt wollen wir endlich einmal den Spieß umdrehen", betont Dörendahl, der weitere gute Motivationsgründe anführt: "Nach den Loberstädtern kommt mit Freiburg für uns der nächste Hammergegner. Da wäre es gut, wenn wir uns so viel Luft wie möglich verschaffen, zudem würde uns ein Sieg noch einmal einen richtigen Schub geben. Nicht zuletzt wollen wir bestätigen, was wir schon von vielen Gegnertrainern gehört haben, dass wir derzeit die stärkste Mannschaft der Liga seien."

Dass der Höhenflug auch Begehrlichkeiten in Richtung Aufstieg weckt, ist dabei eine fast natürliche Begleiterscheinung. Manager Jan Pretscheck gibt zu: "Natürlich haben wir uns schon damit beschäftigt, was passiert, wenn wir auch am Saisonende ganz oben stehen. Aus jetziger Sicht würden wir das Abenteuer erste Liga gern in Angriff nehmen. Aber wir müssten unseren Etat mindestens um 100 000 Euro aufstocken. Wir führen Gespräche mit potenziellen Sponsoren und Unterstützern, um diese Möglichkeiten abzuklopfen. Schließlich sind wir an die Mindestauflagen der Liga gebunden." Und Dörendahl weiß: "Viele unserer Spieler würden sich gern den Traum von der ersten Liga erfüllen."

Damit hätte Dresden neben den DSC-Volleyballerinnen einen weiteren Erstligisten. Wirkliche Freude kommt angesichts solcher Konkurrenz bei den Verantwortlichen des Champions League-Teilnehmers nicht gerade auf. "Wir wünschen dem VC natürlich alles Gute. Rein sportlich wäre das toll, doch wir wissen auch, wie schwer es ist, einen erstligatauglichen Etat hinzubekommen", sagt der Vorstandschef der DSC-Damen, Jörg Dittrich ganz diplomatisch und fügt klipp und klar hinzu: "Wir glauben ehrlich gesagt nicht, dass Dresden groß genug für zwei Volleyball-Erstligisten ist. Dennoch pflegen wir mit den VC-Verantwortlichen einen freundschaftlichen Kontakt", betont er.

Trotz allem würden sich natürlich die VC-Männer morgen (20.30 Uhr) freuen, wenn die Ränge in der Halle an der Gamigstraße möglichst voll besetzt sind.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.12.2011

Astrid Hofmann

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