Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
VC Dresden: In den entscheidenden Phasen flattern die Nerven

VC Dresden: In den entscheidenden Phasen flattern die Nerven

"Lehrgeld haben wir jetzt eigentlich genug bezahlt", brachte es VC-Trainer Sven Dörendahl gestern Abend auf den Punkt. Doch auch nach dem sechsten Auftritt im deutschen Volleyball-Oberhaus warten die Dresdner weiter auf den ersten Sieg.

Dresden.

Gegen den CV Mitteldeutschland schnupperte der Aufsteiger zweimal am Satzgewinn, konnte den "Sack" aber nicht zubinden und unterlag am Ende glatt mit 0:3 (23:25, 22:25, 18:25).

Vor knapp 800 Zuschauern bestimmten die Gastgeber im ersten Durchgang über weite Strecken das Geschehen, doch in der entscheidenden Schlussphase drehten die routinierten Akteure aus Spergau den Spieß um. Auch im zweiten Abschnitt führten die Hausherren zwischenzeitlich mit 13:10, ließen die Gäste bis zum Ende nicht mehr als einen Punkt enteilen, aber mit zwei druckvollen Aufgaben von Christoph Helbig holte sich der CV Mitteldeutschland auch diesen Satz.

Damit war die Gegenwehr der Dresdner gebrochen. Im dritten Akt dominierten die Gäste deutlicher und der niederländische Mittelblocker Jairo Joshua Armand Hooi verwandelte nach 78 Minuten den zweiten Matchball. Erfolgreichster Punktesammler bei den Dresdnern war Philipp Collin mit 13 Zählern. Er wurde auch als MVP geehrt.

VC-Trainer Sven Dörendahl ärgerte sich nach der sechsten Niederlage über die vergebenen Chancen: "Wir waren zwei Sätze lang nicht nur auf Augenhöhe, sondern bis kurz vor Schluss sogar spielbestimmend. Dann aber bekommen wir aus unerfindlichen Gründen Nervenflattern. Und es war keiner auf dem Feld, der Verantwortung übernahm", bemängelte der Coach, der fordert: "Wir müssen uns endlich für unsere Mühen und die guten Leistungen belohnen. Wir brauchen irgendwann einmal ein Erfolgserlebnis, damit nicht ein psychischer Knacks kommt." Dennoch gab es für den 39-Jährigen auch positive Aspekte: "Thomas Schober hat auf der Diagonalen eine sehr gute Vorstellung geboten. Da fehlte uns Tom Klopfer nicht", bemerkte Dörendahl, der seinen Stammspieler vor wenigen Tagen wegen Disziplinlosigkeit für unbestimmte Zeit aus dem Kader gestrichen hatte (DNN berichtete). Beim Blick auf die Statistik wird deutlich, dass die Spergauer den VC-Männern vor allem in der Annahme und im Block überlegen waren.

Vielleicht klappt es ja am kommenden Wochenende endlich mit dem ersten Sieg, wenn die Elbestädter beim VCO Berlin antreten müssen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.11.2012

Astrid Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr