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Umweg ins Finale: Waibls Damen müssen nachsitzen

Umweg ins Finale: Waibls Damen müssen nachsitzen

Die DSC-Volleyballerinnen müssen nachsitzen. Eigentlich wollte der Titelverteidiger schon am Ostersonnabend zum fünften Mal in Folge ins Playoff-Finale einziehen und damit auch die erneute Qualifikation für die Champions-League klarmachen, doch daraus wurde nichts.

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Ging gehandicapt ins Spiel: DSC-Punktegarantin Michelle Bartsch.

Quelle: Jan Huebner

Die Elbestädterinnen verloren das zweite Halbfinalspiel beim VC Wiesbaden überraschend glatt mit 0:3 (22:25, 22:25, 14:25). So konnten die Hessinnen in der Serie "Best of three" zum 1:1 ausgleichen und den DSC in ein Entscheidungsspiel am kommenden Sonntag (14 Uhr) zwingen. Da hat der Vorrundenerste in der Margon-Arena wieder Heimvorteil.

"Wir haben es in unserer Hand, verfügen über viel Erfahrung und wissen die Fans im Rücken. Natürlich wollen wir gewinnen und ins Finale einziehen. Das ist sunser Anspruch", powert Trainer Alexander Waibl, der sich angesichts der schwachen Vorstellung seiner Mannschaft in Wiesbaden ein wenig die Augen rieb: "Das hatte sich im Training nicht angedeutet", so der Coach. Zuzuschreiben hatte sich sein Team diese klare Niederlage selbst. Schon der Start in die Partie missglückte mit einem schnellen 0:5-Rückstand komplett. Zwar kämpften sich die Dresdnerinnen dann etwas besser ins Match, aber das "Gelbe vom Ei" war es an diesem Tag nicht. Die Annahme wackelte, die Aufschläge erzielten zu wenig Wirkung, der Block war löchrig wie ein Schweizer Käse und auch in der Feldabwehr klappte es nicht wie gewohnt. Das Team konnte die taktischen Vorgaben nicht so umsetzen, wie sich das der Trainer vorgestellt hatte. Wie sich später zudem herausstellte, plagte sich die zuletzt beste Punktesammlerin Michelle Bartsch mit muskulären Problemen im Oberschenkel, konnte deshalb nicht an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen. Dazu leisteten sich die DSC-Damen allein 26 Fehler, schenkten dem Gegner also einen ganzen Satz.

Zu allem Übel gab es schon im ersten Durchgang gleich drei Fehlentscheidungen der Schiedsrichter gegen den Meister. Doch darauf wollte Alexander Waibl die Niederlage nicht schieben, sondern betonte: "Uns fehlte die richtige Galligkeit. Und wir haben viele Sachen nicht gut gemacht, fanden nie wirklich unseren Rhythmus." Auch alle Wechsel brachten nichts, die zweite Reihe setzte keine Akzente. Dagegen spielte Wiesbaden vor 2100 Zuschauern und damit erstmals ausverkauftem Haus mindestens zwei Klassen besser als im ersten Spiel. Allerdings hatte Waibl das auch so erwartet und vor der Partie mehrfach darauf hingewiesen. Doch bereits nach 79 Minuten war der Arbeitstag für den DSC beendet.

Dass seine Schützlinge nun unter einem gewissen Druck stehen, fand der Coach gleich nach der Pleite gut: "Den brauchen wir, sonst spielen wir so wie heute", meinte er. Gestern wurde in der Margon-Arena schon wieder fleißig trainiert. Die Niederlage soll schnell abgehakt, aber nicht verdrängt werden. "Das war nicht unser normales Niveau. Deshalb müssen wir Schlüsse aus dieser Begegnung ziehen. Allerdings gibt es keinen Grund, an grundsätzlichen Dingen zu zweifeln", bleibt Waibl trotz allem ruhig. Schließlich hatte sein Team auch in den vergangenen beiden Jahren die Finalteilnahme erst im dritten Halbfinal-Spiel klargemacht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.04.2015

Astrid Hofmann

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