Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Google+
"Überrachungsei": Der DSC muss morgen nochmal gegen Aachen ran

"Überrachungsei": Der DSC muss morgen nochmal gegen Aachen ran

Das Osterfest hatten sich die Volleyballerinnen des Dresdner SC ganz anders vorgestellt. Statt in Ruhe zu entspannen und Kraft für das Meisterschaftsfinale zu sammeln, ließen sie sich in Aachen ein "Überraschungs-Ei" ins Nest legen.

Dresden.

An dem haben die Dresdnerinnen nun morgen noch zu knabbern. Nach dem 3:1-Heimsieg im ersten Playoff-Halbfinal-Spiel musste sich der Vorrundenerste bei den Ladies in Black im zweiten Match mit 2:3 (20:25, 23:25, 25:18, 26:24, 9:15) Sätzen geschlagen geben. Es war die überhaupt erste und sicher auch ärgerlichste Niederlage gegen Aachen.

Damit müssen die Elbestädterinnen in die "Verlängerung". In der Serie "best of three" kommt es bereits morgen Abend (19 Uhr) in der Margon-Arena zum Entscheidungsspiel um den Einzug ins Finale. Wie übrigens auch im zweiten Halbfinale, in dem der VC Wiesbaden mit einem 3:1-Sieg bei den Roten Raben Vilsbiburg ebenfalls eine dritte Partie erzwang.

Das Szenario im mit 1327 Zuschauern ausverkauften Aachener Hexenkessel glich aus Sicht des Dresdner SC der zweiten Viertelpartie von Suhl. Auch dort waren die Waibl-Schützlinge mit "angezogener Handbremse" gestartet, hatten Emotionen vermissen lassen und sich zu viele leichte Fehler erlaubt. So gerieten die DSC-Damen auch diesmal gleich zu Beginn mit 5:11 ins Hintertreffen und liefen diesem Rückstand bis zum Satzende hinterher. Mit wackliger Annahme und einer schwachen Blockabwehr machten sie dem Gegner das Leben leicht. Ähnlich katastrophal verlief der Start in Satz Nummer zwei (1:6-Rückstand). Beim 8:13 wechselte Trainer Alexander Waibl Nationalspielerin Corina Ssuschke-Voigt für Jaroslava Pencova ein. Eine Initialzündung wie zuletzt in Suhl konnte die erfahrene Mittelblockerin diesmal nicht auf Anhieb auslösen. Zwar machte Katharina Schwabe das Geschehen in der Schlussphase mit einer Aufschlagserie noch einmal spannend, aber der Satzverlust war nicht mehr zu verhindern.

Die Zehn-Minuten-Werbepause kam den Gästen deshalb mehr als gelegen. Im dritten Durchgang stabilisierten sie vor allem die Annahme, steigerten sich zudem im Block und schafften den Anschluss. Der vierte Abschnitt hätte nicht dramatischer sein können: Erst führte der DSC mit 11:6. Als Aachen eine Aufholjagd startete, unterstützte sie der Schiedsrichter zusätzlich mit einer roten Karte für Kapitän Stefanie Karg (gleichbedeutend mit einem Punktgewinn für den Gegner) - und schon war das Polster dahin. Doch auch die Ladies in Black vergeigten nach dem 24:20 vier Matchbälle. So gelang dem Vizemeister doch noch der Satzausgleich.

Wer jetzt erwartet hatte, dass die auch durch die internationalen Auftritte in der Champions League erfahrenen DSC-Damen den psychologischen Vorteil für sich nutzen würden, sah sich getäuscht. Die entschlossener zu Werke gehenden Gastgeberinnen banden auch dank einiger Fehler der Dresdnerinnen nach 125 Minuten den "Sack zu".

"Wir haben schlechter angegriffen als Aachen, zuletzt gar keinen Ball mehr auf den Boden bekommen", monierte Alexander Waibl. Eine magere Angriffsquote von 34 Prozent bestätigt das. Allerdings ließ auch die Blockarbeit zu wünschen übrig. So konnte beispielsweise Aachens Laura Weihenmaier (22 Punkte) immer wieder die Bälle im DSC-Feld unterbringen. Zudem gab der Dredner Coach zu: "Wir sind zu verhalten und passiv in die Partie gegangen, haben gewartet, was auf uns zukommt."

Das muss sich auf jeden Fall morgen ändern, soll der Traum von der vierten Finalteilnahme in Folge nicht unerwartet platzen. "Es ist eine schwere, aber keinesfalls unlösbare Aufgabe", so Waibl, der aber weiß: "Wir müssen mit viel mehr Energie spielen."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.04.2014

Astrid Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr